Fahranalyse-App

Aximote: Oberösterreichisches Startup baut „soziales Netzwerk für Autofahrer:innen“

Die Aximote-Gründer Laurenz Hinterholzer, Philipp Hellmayr und David Schröder. © Aximote
Die Aximote-Gründer Laurenz Hinterholzer, Philipp Hellmayr und David Schröder. © Aximote

Das Startup Aximote aus Oberösterreich will mit seiner App Fahrzeugdaten nutzerfreundlich zugänglich machen – direkt im Auto und ohne zusätzliche Hardware. „Die langfristige Vision ist es, ein soziales Netzwerk für Autofahrer:innen aufzubauen – vergleichbar mit Strava, aber für Autos“, sagt CEO Laurenz Hinterholzer.

Im Oktober 2025 gründete Hinterholzer zusammen mit David Schröder, Philipp Hellmayr und Christoph Stürmer das Unternehmen in Tragwein bei Linz. Heute sitzt Aximote in der Wiener Herrengasse.

Aximote bietet herstellerunabhängige Lösung

Moderne Fahrzeuge erzeugen große Mengen an Daten, die für Nutzer:innen kaum zugänglich oder verständlich sind. Genau dort setzt das Jungunternehmen an. „Aximote ist eine herstellerunabhängige, softwarebasierte Lösung, die ohne zusätzliche Hardware funktioniert. Im Gegensatz zu klassischen OEM-Apps (Original Equipment Manufacturer) kombinieren wir tiefgehende Datenanalyse mit einem plattformübergreifenden Ansatz und Social Features“, so Hinterholzer. „Nutzer:innen erwarten zunehmend personalisierte, datenbasierte Services – ähnlich wie aus anderen Bereichen wie Fitness-Tracking.“

Die Technologie greift direkt auf Fahrzeugdaten innerhalb des Betriebssystems zu, verarbeitet diese in Echtzeit und stellt sie sowohl in einer In-Car-App als auch in einer mobilen Anwendung fürs Smartphone dar. Nutzer:innen können so ihre Fahrverhalten analysieren und nachvollziehen.

Die Plattform kombiniert Cloud-Infrastruktur, Machine Learning und Datenanalyse – und setzt dabei auf einen vollständig softwarebasierten Ansatz. Aktuell erweitert das Team die Plattform um AI-basierte Analysen, personalisiertes Feedback sowie Community-Funktionen wie Rankings, Vergleiche und Challenges zwischen Nutzer:innen.

5 Millionen User bis 2029

Aximote hat sich eine FFG-Forschungsförderung in Höhe von 720.000 Euro gesichert, die das Unternehmen bis 2027 finanziell absichert und die technologische Weiterentwicklung vorantreibt. Auch tech2b unterstützt das Fahrdaten-Startup. Das Geschäftsmodell basiert auf B2C-Abonnements mit gestaffelten Funktionsstufen, ergänzend plant das Startup Einnahmen durch B2B2C-Partnerschaften mit OEMs, Versicherungen oder Energieanbietern.

Eine erste Finanzierungsrunde peilt Aximote für Herbst 2027 an. Der Markt entwickelt sich rasant: „Ein zentraler Trend ist die zunehmende Digitalisierung des Fahrzeugs und die Verbreitung von Android Automotive OS als Betriebssystem. Laut einer Gartner-Studie sollen bis 2027 über 80 % der Fahrzeuge mit einem solchen Betriebssystem ausgestattet sein“, sagt Hinterholzer. Auch Aximote ist auf Android Automotive OS verfügbar. Die Plattform wird bereits von Marken wie Volvo, Polestar, Renault, Nissan, Ford und BYD genutzt.

Das Wachstumsziel ist ambitioniert: In den nächsten drei Jahren strebt das Startup über fünf Millionen Nutzer:innen an. „Unser Ziel ist es, zur führenden App im Android Automotive Ökosystem zu werden und auf allen gängigen Automarken verfügbar zu sein“, heißt es. Die geplante Expansion konzentriert sich auf Europa und Nordamerika. Aximote führt laufend Gespräche mit strategischen Partnern im Automotive-Umfeld, insbesondere mit Fahrzeugherstellern und Plattformanbietern entlang der Mobilitätswertschöpfungskette.

© Aximote
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Datenzugang bleibt Knackpunkt

„Die größte Herausforderung ist der Zugang zu Fahrzeugdaten und die Zusammenarbeit mit OEMs“, räumt Hinterholzer ein. OEM-Apps sind spezielle Anwendungen, die direkt vom Hersteller für das Fahrzeug entwickelt werden. Die stark herstellerzentrierten Strukturen im Automotive-Bereich erschweren den Datenaustausch, der Nutzerfokus sei noch nicht so ausgeprägt wie in anderen Tech-Branchen. Aximote setzt darauf, OEMs durch ein Produkt zu überzeugen, das echten Mehrwert für deren Kund:innen liefert und bestehende Herstellerlösungen sinnvoll ergänzt.

Die Strategie: Aximote will eine breite Nutzerbasis aufbauen und damit Nachfrage nach zusätzlichen datenbasierten Services schaffen. Das Startup will Transparenz schaffen, Effizienzsteigerungen ermöglichen und Fahrzeugnutzung vergleichbar machen. Datenschutz hat dabei höchste Priorität: Aximote orientiert sich an der DSGVO, setzt auf verschlüsselte Datenübertragung und gibt Nutzer:innen volle Kontrolle über ihre Daten. Die cloudbasierte Architektur erlaubt internationale Skalierung – ein software-only Ansatz, der schnelle Ausweitung auf neue Märkte und Fahrzeugmodelle ermöglichen soll.

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