Besetzung

Das sind die neuen Mitglieder des Startup-Rats der österreichischen Bundesregierung

Der Startup-Rat 2026 bis 2029. © BMWET/Dolenc
Der Startup-Rat 2026 bis 2029. © BMWET/Dolenc

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Die im Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus (BMWET) für Startups zuständige Staatssekretärin Elisabeth Zehetner hat den Startup-Rat für die kommende Funktionsperiode von drei Jahren neu bestellt. Dem Gremium gehören künftig neun Expertinnen und Experten an, die das Ministerium bei der Weiterentwicklung der Rahmenbedingungen für Gründungen und wachstumsorientierte Unternehmen beraten sollen. Das teilte das Ministerium am 10. August 2026 mit.

Neu in den Rat berufen wurden drei Personen: Clemens Schmidgruber, CEO und Co-Founder des Technikdienstleisters HELFERLINE und Mitglied des Bundesvorstands der Jungen Wirtschaft; Franz Zöchbauer, der als Managing Director von VERBUND X die Innovations- und Corporate-Venture-Aktivitäten der VERBUND AG verantwortet; sowie Lukas Keplinger, Geschäftsführer des oberösterreichischen Inkubators tech2b.

Hannah Wundsam übernimmt von Markus Raunig

Hinzu kommt ein Wechsel auf einem bestehenden Sitz: Hannah Wundsam, Geschäftsführerin von AustrianStartups und Vorstandsmitglied des European Startup Network, übernimmt den Ratssitz von Markus Raunig. Raunig, Vorstandsvorsitzender von AustrianStartups, war seit der Einberufung des Gremiums durch den damaligen Wirtschaftsminister Martin Kocher im Juli 2022 Mitglied und teilte sich anfangs mit Laura Raggl den Vorsitz. Zehetner dankte ihm in der Aussendung für seinen „langjährigen Einsatz“ und die Impulse, mit denen er die österreichische Startup-Politik mitgestaltet habe.

Fünf bisherige Mitglieder bleiben dem Rat erhalten: Rudolf Dömötör (WU Gründungszentrum / Entrepreneurship Center Network), Claudia Falkinger, Stefan Haubner (APEX Ventures), Laura Raggl (ROI Ventures) und Werner Wutscher (New Venture Scouting). Damit besteht der Rat künftig aus neun statt zuletzt sechs Mitgliedern.

Schwerpunkte der neuen Periode

Inhaltlich nennt das Ministerium für die kommenden drei Jahre vier Arbeitsschwerpunkte: die Mobilisierung von privatem Wachstumskapital, einfachere und schnellere Gründungsprozesse, bessere Bedingungen für Scale-ups sowie eine stärkere Verankerung von Unternehmertum in Bildung und Gesellschaft. Dazu komme die Positionierung Österreichs innerhalb eines gemeinsamen europäischen Innovations- und Kapitalmarkts.

Als konkretes Vorhaben verweist das BMWET auf den geplanten Scale-up-Dachfonds, mit dem privates Kapital mobilisiert werden soll. „Wir wollen nicht nur mehr Gründungen, sondern mehr Wachstumsgeschichten aus Österreich“, so Zehetner. Dafür brauche es „Menschen am Tisch, die wissen, wo es in der Praxis hakt“.

Zur Einordnung

Der Startup-Rat besteht laut Ministerium seit 2020 und versammelt Vertreterinnen und Vertreter aus Startups, Venture Capital, Business Angels, Inkubatoren und Interessenvertretungen. Er ist als unabhängiges Beratungsgremium konzipiert und soll Praxiserfahrung in die Arbeit des Wirtschaftsministeriums einbringen. Mit den Neuzugängen aus einem Energiekonzern-CVC, einem Landesinkubator und der Interessenvertretung Junge Wirtschaft verschiebt sich die Zusammensetzung in Richtung Corporate Venturing, regionale Inkubation und Unternehmen.

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