2 Minuten 2 Millionen

Friedensflotte: Dieser Pitch bei „2 Minuten 2 Millionen“ verzichtet bewusst auf jede Rendite

Friedensflotte © PULS 4 / Gerry Frank
Friedensflotte © PULS 4 / Gerry Frank

In TV-Startup-Shows dominieren üblicherweise harte Kennzahlen: Es geht um Firmenbewertungen, Margen, Skalierbarkeit und den lukrativen Exit. In der 11. Folge von „2 Minuten 2 Millionen“ wird dieses gewohnte Muster jedoch komplett durchbrochen. Mit der „Friedensflotte“ betritt ein Projekt das Studio, das von vornherein mit einer klaren Ansage antritt: Es gibt für die Investor:innen keinen finanziellen Gewinn. „Return of Investment gibt’s bei uns nicht“, stellt Michael von der Friedensflotte gleich zu Beginn klar. Stattdessen pitcht die Initiative für gesellschaftlichen Impact.

Segeln für Inklusion und Solidarität

Hinter dem TV-Auftritt verbirgt sich die Organisation „Mirno More“ (übersetzt: „friedliches Meer“), die bereits seit 1994 das weltweit größte Segelprojekt für benachteiligte Kinder und Jugendliche organisiert. Ursprünglich gegründet, um geflüchteten Kindern aus dem ehemaligen Jugoslawien eine Auszeit zu ermöglichen, hat sich das Projekt zu einer massiven Plattform für Inklusion und Integration entwickelt.

Laut Angaben der Initiative stechen jährlich rund 100 Schiffe mit knapp 1.000 Teilnehmer:innen in See. Während der erlebnispädagogischen Flottenwoche sollen Vorurteile abgebaut, das Selbstvertrauen der Jugendlichen gestärkt und ein friedliches Miteinander gefördert werden. Der Pitch vor den prominenten Business Angels dient somit nicht der klassischen Kapitalbeschaffung für ein Produkt, sondern der Suche nach starken Partnern und Sponsoren, die diese Segelmission finanziell und strukturell unterstützen.

Social Impact statt Firmenanteile

Aus einer rein wirtschaftlichen Perspektive verschiebt dieser Auftritt die üblichen Metriken einer Investment-Verhandlung völlig. An die Stelle von Produktionskosten, Vertriebskanälen oder Customer Acquisition Costs (CAC) rückt hier ausschließlich der sogenannte Social Return on Investment (SROI). Für die Investor:innen im Studio bedeutet ein Zuschlag in diesem Fall keinen Erwerb von skalierbaren Firmenanteilen, sondern klassische Philanthropie und strategisches Sponsoring.

Bei der Bewertung solcher Non-Profit-Engagements stehen für große Unternehmer:innen und Business Angels meist andere Hebel im Vordergrund. Der Erfolg eines Investments wird hierbei nicht am monetären Gewinn gemessen, sondern an der nachweisbaren gesellschaftlichen Wirkung und der glaubwürdigen Übernahme von Corporate Social Responsibility (CSR). Ein Engagement bietet den Investor:innen die Möglichkeit, abseits des klassischen Portfolios gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen und die eigene unternehmerische Reichweite für einen wohltätigen Zweck einzusetzen.

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