bottleplus: Diese smarte Flasche macht unterwegs aus Leitungswasser frisches Sodawasser
Wer unterwegs gerne prickelndes Wasser trinkt, greift bisher meist notgedrungen zur klassischen PET-Flasche aus dem Supermarkt. Herkömmliche Wassersprudler für zu Hause bieten zwar längst eine umweltfreundlichere Alternative, sind für den mobilen Einsatz jedoch ungeeignet. Genau hier setzt das Schweizer Startup „bottleplus“ an. Das Gründerteam hat eine Trinkflasche entwickelt, die es ermöglicht, jederzeit und überall per Knopfdruck aus gewöhnlichem Leitungswasser frisches Sodawasser zu machen. In der 11. Folge der Startup-Show „2 Minuten 2 Millionen“ präsentiert das Unternehmen seine smarte Sprudel-Lösung der Investoren-Jury.
Sodawasser auf Knopfdruck aus dem integrierten Tank
Das System hinter bottleplus basiert auf einem integrierten, wiederaufladbaren Gastank, dem sogenannten Carboniser, der direkt am Flaschenboden verbaut ist. Bevor man das Haus verlässt, wird dieser an einer Basisstation mithilfe handelsüblicher CO2-Zylinder betankt. Sobald die Edelstahl-Flasche unterwegs mit Leitungswasser gefüllt ist, reicht ein Knopfdruck am Boden und anschließendes Schütteln, um das Wasser direkt in der Flasche mit Kohlensäure zu versetzen.
Laut Angaben des Startups reicht eine vollständige Ladung des Carbonisers für bis zu zehn Flaschenfüllungen, was etwa sechs Litern Sprudelwasser entspricht. Neben der hohen Mobilität steht vor allem der Nachhaltigkeitsgedanke im Fokus: Durch das Refill-System soll der Verbrauch von Einwegplastik im Alltag drastisch reduziert werden. Zudem lässt sich das System optional durch zuckerfreie Geschmackskapseln im Deckel erweitern.
Abo-Modell trifft auf ambitionierte Bewertung
Wirtschaftlich baut bottleplus auf eine clevere Kombination: Der Verkauf der hochwertigen Flasche ist nur der Einstieg. Langfristige Umsätze sollen vor allem durch wiederkehrende Abonnements für CO2-Zylinder und Geschmackskapseln generiert werden. Diesem Umsatzpotenzial stehen allerdings die immensen Entwicklungs- und Fertigungskosten gegenüber, die ein solch kompaktes Druckgas-System in der Produktion erfordert.
Diese kapitalintensive Struktur sorgt beim Pitch für spürbaren Zündstoff. Die aufgerufene Unternehmensbewertung löst im Studio unweigerlich Erstaunen aus und entlockt Investor Mathias Muther eine deutliche Reaktion: „Mir ist das Herz fast stehengeblieben! Die Bewertung ist wirklich brutal.“
