Get Fit App: Münchner Startup will die Fitness-Influencer-Branche mit eigenen Apps skalieren
Fitness-Influencer:innen und Content Creator erreichen auf Social Media oft ein Millionenpublikum. Doch die Monetarisierung dieser enormen Reichweite abseits von klassischen Werbedeals stellt viele vor eine wirtschaftliche Herausforderung. Das Münchner Startup „Get Fit App“ hat dafür eine digitale B2B2C-Plattform entwickelt. In der 6. Folge der Startup-Show „2 Minuten 2 Millionen“ präsentiert das Gründerteam seine Lösung, die Fitness, Ernährung und Social Media technologisch miteinander verbindet.
Plattform-as-a-Service für die Fitness-Community
Die Geschäftsidee hinter Get Fit App ist eine automatisierte Software-Lösung, die es Fitness-Creatorn ermöglicht, ohne eigenen technischen Aufwand eine voll gebrandete Fitness-App auf den Markt zu bringen. Anstatt Klient:innen mühsam im 1-zu-1-Coaching zu betreuen, können Influencer:innen ihre Workouts und Ernährungspläne auf die Plattform hochladen und so ihr Geschäftsmodell unlimitiert skalieren.
Das Startup fungiert dabei als Technologiepartner im Hintergrund und übernimmt die gesamte App-Entwicklung, den Launch in den App-Stores sowie regulatorische Themen wie den Datenschutz. Das Konzept zeigt bereits messbare Traktion: Laut Unternehmensangaben nutzen aktuell 21 Creator die Plattform, die gemeinsam eine kumulierte Social-Media-Reichweite von rund acht Millionen Follower:innen mitbringen. Über die bereitgestellten Apps wurden demnach bereits 250.000 Trainings absolviert.
Die Creator Economy als Investment-Case
Mit diesem Plattform-Ansatz tritt das Team nun vor die österreichische Investor:innen-Jury. Grundsätzlich stößt das Geschäftsmodell im Studio auf reges Interesse. Startups in der sogenannten „Creator Economy“ haben den entscheidenden wirtschaftlichen Vorteil, dass die Kosten für die Neukundengewinnung durch die organische Reichweite der Influencer extrem niedrig ausfallen.
Dennoch sorgt die aufgerufene Unternehmensbewertung für Diskussionsstoff und unterschiedliche Ansichten unter den Investor:innen. Im Zuge der Verhandlungen bringt Katharina Schneider schließlich einen alternativen Lösungsansatz in die Runde ein. Um sich frisches Wachstumskapital zu sichern, muss das Gründerteam belegen, dass die Plattform-Architektur profitabel skalierbar ist und einen so hohen technischen Mehrwert bietet, dass erfolgreiche Content Creator langfristig und exklusiv als Partner gehalten werden können.
