Prototyp

Meta: KI-Tool „Builder Bot“ soll durch Sprachkommandos Metaverse-Welten erstellen

Präsentation des "Builder Bot" © Meta
Präsentation des "Builder Bot" © Meta

Der Social-Media-Riese Facebook/Meta hat große Pläne für seinen Vorstoß in das Metaverse. Seit dem Rebranding im Oktober spricht CEO Mark Zuckerberg öffentlich von kaum etwas anderem als den virtuellen Welten, in denen sich in Zukunft viele Aspekte des Lebens abspielen sollen. Diese Pläne sind oft sehr ambitioniert, doch Zuckerberg zufolge gibt es ein Schlüsselelement, das sie in Erfüllung bringen kann: Künstliche Intelligenz. Am Mittwoch hat der Meta-CEO den Prototyp eines KI-Tools namens „Builder Bot“ vorgestellt, mit dem sich nur durch Sprachkommandos Metaverse-Welten erstellen lassen sollen.

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„KI Schlüssel zu immersiven Internet“

„Unser Ziel ist es, eine immersive Version des Internets zu schaffen. Dafür sind aber große Fortschritte nötig, sowohl bei der Software als auch der Hardware. Der Schlüssel dazu ist KI. Sie muss dynamisch sein, Kontext verstehen und wie ein Mensch lernen. Der Anfang davon zeigt sich bei unserem Builder Bot. Indem wir ihm eine Welt beschreiben, kann er Aspekte davon generieren“, erklärte Zuckerberg bei der Präsentation.

In einem Video demonstrierte Zuckerberg den Builder Bot in einem zu Anfang leeren digitalen Raum, in dem sich sein Avatar befand. Mit der Aufforderung: „Lass uns in einen Park gehen“, erstellte der Bot eine 3D-Landschaft eines Parks mit grünem Gras und Bäumen. Auch einen Strand und Wolken am digitalen Himmel konnte das System in Sekundenschnelle hinzufügen. Zuckerberg zufolge waren diese Landschaften alle durch KI erstellt und nicht von menschlicher Hand vorgefertigt.

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Welten von „Builder Bot“ noch eher detailarm

Auch präzise Befehle könne das System befolgen. Beispielsweise könnten User:innen auf einen bestimmten Bereich im virtuellen Raum zeigen und sich dort ein bestimmtes Objekt herwünschen. Das demonstrierte Zuckerberg anhand einer Insel im digitalen Meer. Auch andere Dateien außer 3D-Modellen ließen sich hinzufügen. So sei es möglich, Hintergrundgeräusche oder Musik durch Sprachbefehle zu generieren.

Klingt zwar alles sehr beeindruckend, aber in ihrer jetzigen Form ist die Welt, die Builder Bot erschaffen hat, noch ziemlich einfach, was ihr Aussehen und ihre Funktionalität angeht. Die Objekte zeigen nur wenige Details und die Möglichkeiten zur Interaktion mit den durch die KI erstellten Welten sind noch eher begrenzt. Zuckerberg räumte allerdings ein, dass sich das Tool noch in einer frühen Entwicklungsphase befindet.

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Meta will KI autonom lernen lassen

Um die Entwicklung der KI voranzutreiben, setzt Meta auf eine spannende Methode, nämlich das selbstüberwachte Machine Learning. Normalerweise ist es üblich, KIs mit Datensätzen zu trainieren, bei denen die einzelnen Daten bestimmte Benennungen beinhalten. So sollen die Systeme anhand von Fotos mit Labels erkennen, was bestimmte Objekte sind. Meta dagegen will seinen Metaverse-KIs nur Rohdaten vorsetzen und sie selbst die Muster darin erkennen lassen. Dadurch sollen sie wie Menschen lernen können. In Zukunft sollen sie in der Lage sein, die Wünsche von User:innen genau zu verstehen und im Metaverse umzusetzen. Bis dahin könnte es jedoch noch ein langer Weg sein.

Meta hat bei dem Online-Event am Mittwoch noch einige weitere Ankündigungen gemacht, darunter Pläne für KI-gesteuerte Chatbots, ein KI-Systemkarten-Tool und einen Universal-Sprachübersetzer. Letzterer könnte nach Angaben des Unternehmens eine sofortige Sprache-zu-Sprache-Übersetzung für alle Sprachen, einschließlich der meist gesprochenen, bieten, was einen Sprung gegenüber bestehenden Übersetzungssystemen bedeuten würde. Dadurch müsste nämlich nicht immer Englisch als Medium zwischen den Sprachen dienen. Meta wies darauf hin, dass 20 Prozent der Weltbevölkerung keine Sprachen sprechen, die von den derzeitigen Übersetzungstools abgedeckt werden. Auch dieses Problem soll eine KI lösen.

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