Mobie: Wiener Startup will mit Mitfahr-App den ländlichen Raum vernetzen
Mit Mobie betreten drei junge Gründer:innen die Bühne der PULS 4-Startup-Show „2 Minuten 2 Millionen“. Paul Stöcher (CEO), Max Höller (CTO) und Ariana Lorencz (CPO) haben sich einem allgegenwärtigen Problem gewidmet: der oft mangelhaften Mobilität und Abhängigkeit vom eigenen Auto im ländlichen Raum. Ihre Lösung ist eine digitale Mitfahrplattform, die ganz gezielt für Fahrten auf dem Land entwickelt wurde.
Anders als etablierte Player, die sich oft auf Langstrecken oder urbane Gebiete konzentrieren, will Mobie spontane Mitfahrgelegenheiten für kurze Alltagsstrecken ermöglichen. Das Ziel: Lücken im öffentlichen Verkehr schließen, die Umwelt schonen und ganz nebenbei die lokale Gemeinschaft stärken. Das Motto des Startups lautet treffend: „Weil gemeinsam fahren gut tut – dem Klima, den Leut und dem Boerserl.“
Fokus auf Gemeinden und Unternehmen
Das in Wien ansässige Startup (mobie solutions FlexCo) richtet sich dabei nicht nur an Privatpersonen, die sich Fahrten teilen wollen. Ein zentraler Baustein des Konzepts sind Partnerschaften mit Gemeinden und Unternehmen. Kommunen können die App nutzen, um ihre Regionen besser zu vernetzen – als flexible Ergänzung, die sich laut Startup auch mit Öffis, Rufbussen oder Carsharing integrieren lässt.
Für Unternehmen positioniert sich Mobie als smarte Lösung für die Mitarbeitermobilität: Wer gemeinsam zur Arbeit fährt, reduziert den Parkdruck am Firmengelände. Ein weiteres Argument für Firmenkunden: Die Plattform erfasst automatisch CO2-Einsparungen, was für das immer wichtigere ESG-Reporting genutzt werden kann. Um das Angebot für alle Altersgruppen zugänglich zu machen, soll die Nutzung besonders niederschwellig und durch Community-Features gestützt sein.
Kritik der Jury: Fehlende Umsätze und starke Konkurrenz
In der 4. Folge der aktuellen Staffel stellt sich das Trio der Investoren-Jury. Doch der Weg zum ersehnten Deal ist herausfordernd. Die Gründer:innen stoßen im Studio durchaus auf kritische Fragen.
Zwar sind sich die Investor:innen einig, dass der Bedarf an ländlichen Mobilitätslösungen definitiv vorhanden ist. Jedoch sorgen aktuell noch fehlende Umsätze, allgemeine Sicherheitsbedenken beim privaten Mitfahren sowie die schiere Übermacht an Konkurrenz-Apps mit bereits Millionen Nutzer:innen für Skepsis. Für das junge Team geht es nun vor allem darum, diese Bedenken in der Praxis auszuräumen und zu beweisen, dass der Bedarf an ländlicher Mobilität tatsächlich in ein skalierbares Business übersetzt werden kann.
