Deutschland

N26: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen vier Führungskräfte der Neobank

Die Karte zur Banking-App. © N26
Die Karte zur Banking-App. © N26

Trotz großer Finanzierungsrunde überwiegen bei N26 in den letzten Monaten leider die Negativmeldungen. Nun kommt die nächste daher. Einem Bericht des Handelsblatt zufolge hat die Staatsanwaltschaft in Berlin Ermittlungen gegen vier Führungskräfte der Neobank eingeleitet. Es soll um die mutmaßlich betrügerische Nutzung verschiedener N26-Konten gehen.

Das Unternehmen hat die Ermittlungen bestätigt. Wer die vier Führungskräfte genau sind, wird derzeit nicht genannt, man kann sich aber ausmalen, um wen es sich in etwa handelt. Die Ermittlungen, die sich noch in einem sehr frühen Stadium befinden sollen, wurden aufgenommen, nachdem mehrere Anzeigen von Kund:innen bei der Behörde eingingen. So gibt es den Verdacht, dass N26-Konten zum Betrieb von Fake-Online-Shops oder zur Geldwäsche missbraucht worden seien. Auch sollen diese Konten nicht schnell genug gesperrt worden sein.

N26 zahlt 4,25 Millionen Euro Bußgeld wegen Mängel bei Anti-Geldwäsche

2021 gab es bereits ein Bußgeld

Probleme in solchen Dingen hatte N26 bereits. So hat sich N26 im Jahr 2021 bei der Finanzaufsichtsbehörde Bafin ein Bußgeld von 4,25 Millionen Euro eingehandelt. Die Bafin hatte mangelnde Anti-Geldwäsche-Maßnahmen festgestellt und dem Unternehmen Wachstumsbeschränkungen aufgebrummt. So darf N26 nur 50.000 Neukund:innen pro Monat aufnehmen, bis es die Probleme in den Griff bekommt.

Um AM-Richtlinien besser umsetzen zu können, hat N26 im Vorjahr Thomas Grosse als Chief Risk Officer (CRO), Stephan Niermann als Group Money Laundering Reporting Officer (MLRO), Volker Vonhoff als Director of Group Risk sowie Jan Kemper als neuen Chief Financial Officer (CFO) eingesetzt. Außerdem wurde das Personal in den Abteilungen zur Bekämpfung der Finanzkriminalität (AFC) verdoppelt.

2021 hat N26 in einer Finanzierungsrunde 775 Millionen Euro (900 Mio. Dollar) aufgenommen und die Bewertung auf knapp 8 Milliarden Euro gesteigert. Neben dem britischen Erzrivalen Revolut ist N26 mittlerweile vergleichsweise klein. Revolut wird mittlerweile mit etwa 29 Milliarden Euro bewertet.

N26 darf nach Mega-Finanzierungsrunde nur bis zu 70.000 neue Kunden/Monat holen

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