Finanzierungsrunde

Stellar Alpina aus Zürich sammelt 3,8 Mio. Euro für Detonations-Antriebe im Weltraum

© Stellar Alpina
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Das Zürcher SpaceTech-Startup Stellar Alpina hat 3,8 Millionen Euro (3,5 Millionen Schweizer Franken) in einer Pre-Seed-Runde eingesammelt, berichtet EU-Startups. Das Jungunternehmen entwickelt kompakte rotierende Detonations-Raketentriebwerke, die Bewegungen zwischen Orbits schneller, kleiner und effizienter machen sollen.

„Fundament für Mobilität im Raum zwischen den Welten“

Die Runde wurde von Founderful angeführt, mit Beteiligung von LP&E und ausgewählten strategischen Investoren aus dem DeepTech-Ökosystem.

„Die Weltraumwirtschaft bewegt sich über die Frage des Zugangs zum Orbit hinaus. Die nächste Herausforderung ist die Bewegung nach dem Start: Übertragung, Neupositionierung und Betrieb von Assets über energiereichere Orbits, den cislunaren Raum und komplexere Missionsarchitekturen. Stellar Alpina baut das Fundament für Mobilität im Raum zwischen den Welten“, erklärt Victor Elliesen, Co-Founder des Startups.

Stellar Alpina identifiziert eine wachsende Lücke zwischen den Anforderungen der Weltraumwirtschaft und den Fähigkeiten bestehender In-Space-Mobilitätssysteme. Tausende Satelliten benötigen Neupositionierung, Mondprogramme von NASAs Artemis bis zur ESA-Roadmap hängen von zuverlässigen Transfer- und Landefähigkeiten ab, und In-Space-Servicing rückt von Konzepten zur Beschaffung vor.

Detonationswellen statt Deflagration

Im Jahr 2026 haben Rick Röthlisberger, Simi Y. Wespi, Victor Elliesen und Patrick Egli das Startup gegründet. Die Founder sind allesamt Alumni der Academic Spaceflight Initiative Switzerland (ARIS). Dort haben sie an interdisziplinären Raketenprojekten gearbeitet. 2024 haben sie das weltweit erste von Studenten gebaute rotierende Detonations-Raketentriebwerk entwickelt.

Die Jungfirma nutzt Detonationswellen statt der herkömmlichen Deflagration, die alle heute im Weltraum operierenden chemischen Raketentriebwerke verwenden. Detonation – ein Prozess, bei dem sich eine Flammenfront mit Überschallgeschwindigkeit bewegt – kann aus der gleichen Treibstoffmenge mehr Energie extrahieren.

„Detonativer Antrieb hat weitreichende Implikationen: Bei einem gegebenen Schubniveau können diese Systeme kleiner und leichter sein, weniger mechanische Komponenten benötigen und eine höhere Leistung liefern. Weit über eine inkrementelle Triebwerksverbesserung hinaus treibt Stellar Alpina einen Paradigmenwechsel voran, wie Raketentriebwerke aussehen und funktionieren“, erklärt das Schweizer Startup. Die Technologie soll neu definieren, welche Missionen machbar sind und welche Kosten Betreiber beim Wechsel zwischen Orbits tragen.

Stellar Alpina will Testinfrastruktur erweitern

Das frische Kapital soll Stellar Alpina nun helfen, seine Testinfrastruktur zu erweitern und die Entwicklung von flugfähigen Systemen voranzutreiben.

„Der Markt für In-Space-Mobilität ist groß, unterversorgt und wächst schnell. Wir glauben, dass die Gründer von Stellar Alpina das Team sind, um ein kategoriedefinierendes Unternehmen aus der Schweiz aufzubauen“, sagt Alex Stöckl, Founding Partner bei Founderful.

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