2 Minuten 2 Millionen

Znow Motion: Dieses Startup verwandelt Fahrradträger in Sekunden in Skiträger

Znow Motion © PULS 4/Gerry Frank
Znow Motion © PULS 4/Gerry Frank

Die Dachbox nervt, der Platz im Auto reicht nicht aus und die Reichweite des E-Autos schmilzt dahin: Wer im Winter mit Skiern oder Snowboards in die Berge fährt, kennt die typischen Transportprobleme. Das Startup Znow Motion aus Amstetten in Niederösterreich präsentiert nun eine simple wie geniale Lösung für dieses Dilemma. Ein spezieller Adapter macht aus herkömmlichen Heck-Fahrradträgern einen vollwertigen Skiträger. In der fünften Folge der Startup-Show „2 Minuten 2 Millionen“ stellt sich das Unternehmen nun der Investoren-Jury.

Montage ohne Werkzeug

Hinter Znow Motion steht der Gründer Andreas Zitzenbacher. Er hat ein Add-on entwickelt, das eine Infrastruktur nutzt, die bei Millionen Autofahrer:innen ohnehin schon ungenutzt im Keller oder in der Garage steht, sobald der Winter anbricht: den klassischen Fahrradträger für die Anhängerkupplung oder die Heckklappe.

Das Prinzip ist auf maximale Benutzerfreundlichkeit ausgelegt: Der Adapter von Znow Motion wird ohne zusätzliches Werkzeug einfach auf den bereits montierten Fahrradträger aufgesetzt und mit den dort ohnehin vorhandenen Riemen fixiert. Schon ist der Träger bereit für den Transport der Wintersportausrüstung.

Das Startup bietet, je nach Modell, aktuell Ausführungen für drei, vier oder sogar acht Paar Ski an. So können Skier und Snowboards sicher, diebstahlgeschützt und vor allem ergonomisch auf Hüfthöhe be- und entladen werden. Um das Material während der Fahrt vor Schmutz und Streusalz zu schützen, hat das Unternehmen zudem passgenaue Schutzsäcke im Sortiment.

Weniger Luftwiderstand, mehr Reichweite

Ein entscheidender Vorteil der Heck-Lösung gegenüber klassischen Dachboxen und Dachträgern ist die Aerodynamik. Skier und Snowboards auf dem Autodach erhöhen den Luftwiderstand massiv. Das führt nicht nur zu deutlich lauteren Fahrgeräuschen, sondern treibt auch den Kraftstoffverbrauch in die Höhe. Besonders im aktuellen Zeitalter der Elektromobilität, in dem jeder zusätzliche Luftwiderstand direkt auf Kosten der Akku-Reichweite geht, spielt der Transport am windgeschützten Heck des Fahrzeugs seine Stärken aus.

Massentauglich, aber kapitalintensiv

Mit seinem pragmatischen Ansatz tritt das Team aus Amstetten nun vor die Investoren-Jury. Das stärkste Argument für einen Deal bringt das Startup gleich mit: Die Kompatibilität mit unzähligen bereits verkauften Fahrradträgern macht das Add-on zu einem echten Problemlöser für den Massenmarkt. Dennoch gelten physische Hardware-Produkte bei Investor:innen oft als schwierig, da Produktion, Lagerung und Vertrieb viel Kapital binden.

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