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2 AWS-Rechenzentren nach Drohnen-Treffern in VAE massiv gestört

Dubai by night. © Katsiaryna Endruszkiewicz auf Unsplash
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Amazon Web Services (AWS) hat bestätigt, dass mehrere Rechenzentren in den Golfstaaten durch Drohnenangriffe beschädigt wurden. Zwei Einrichtungen in den Vereinigten Arabischen Emiraten wurden direkt getroffen, eine weitere Anlage in Bahrain erlitt Schäden durch einen Drohneneinschlag in unmittelbarer Nähe. Die Vorfälle ereigneten sich am Wochenende im Zusammenhang mit der Eskalation des Konflikts im Nahen Osten.

Ausmaß der Schäden

Die Drohnen-Angriffe haben erhebliche Auswirkungen auf die AWS-Infrastruktur. Laut offizieller Mitteilung des Unternehmens führten die Einschläge zu strukturellen Schäden an den Gebäuden und unterbrachen die Stromversorgung. Zusätzlich verursachten notwendige Brandbekämpfungsmaßnahmen Wasserschäden an der technischen Ausrüstung. AWS arbeitet eng mit lokalen Behörden zusammen und stellt die Sicherheit der Mitarbeiter während der Wiederherstellungsarbeiten in den Vordergrund.

In der Region ME-CENTRAL-1 (VAE) sind zwei von drei Verfügbarkeitszonen (mec1-az2 und mec1-az3) erheblich beeinträchtigt. Die dritte Zone (mec1-az1) funktioniert weiterhin normal, wobei einige Dienste indirekt durch Abhängigkeiten von den betroffenen Zonen betroffen sind. In der Region ME-SOUTH-1 (Bahrain) ist eine Einrichtung beeinträchtigt, die Auswirkungen sind dort jedoch geringer.

AWS hat zugesagt, regelmäßige Updates zum Fortschritt der Wiederherstellung bereitzustellen.

Betroffene Dienste

Die Ausfälle betreffen eine Vielzahl von AWS-Diensten. Insgesamt sind 25 Services vollständig unterbrochen und 34 weitere beeinträchtigt. Kunden erleben erhöhte Fehlerquoten und eingeschränkte Verfügbarkeit bei folgenden Diensten:

  • Amazon EC2
  • Amazon S3
  • Amazon DynamoDB
  • AWS Lambda
  • Amazon Kinesis
  • Amazon CloudWatch
  • Amazon RDS
  • AWS Management Console und CLI

Wiederherstellungsmaßnahmen

AWS verfolgt einen zweigleisigen Ansatz zur Wiederherstellung der Dienste. Parallel zur physischen Reparatur der beschädigten Infrastruktur arbeiten die Teams an softwarebasierten Lösungen, die unabhängig von der vollständigen Wiederherstellung der Einrichtungen funktionieren könnten.

Softwarebasierte Maßnahmen

Der Fokus liegt auf der Wiederherstellung grundlegender Dienste wie Amazon S3 und Amazon DynamoDB, da diese als Basis für viele andere AWS-Services dienen. AWS implementiert Updates, um S3 innerhalb der aktuellen Infrastrukturbeschränkungen betriebsfähig zu machen und beeinträchtigte DynamoDB-Tabellen zu reparieren. Für andere betroffene Services werden gezielte Software-Updates bereitgestellt, um Fehlerquoten zu reduzieren und die Funktionalität wiederherzustellen.

Zusätzlich arbeitet AWS daran, den Zugang zur Management Console und CLI durch Netzwerkänderungen wiederherzustellen, die den Datenverkehr von der betroffenen Infrastruktur wegleiten. Das Unternehmen priorisiert außerdem die Wiederherstellung von Diensten und Tools, die es Kunden ermöglichen, ihre Daten zu sichern und Anwendungen aus den betroffenen Regionen zu migrieren.

Physische Wiederherstellung

Die vollständige Wiederherstellung einiger Services ist jedoch von der Reparatur der physischen Infrastruktur abhängig. AWS schätzt, dass die Wiederherstellung der Stromversorgung und Konnektivität mindestens einen Tag dauern wird. Aufgrund des Ausmaßes der physischen Schäden wird die vollständige Wiederherstellung voraussichtlich deutlich länger dauern.

Empfehlungen für Kunden

AWS hat eine klare Warnung an Kunden mit Workloads in der Region ausgegeben. Das Unternehmen weist darauf hin, dass das operative Umfeld im Nahen Osten aufgrund des anhaltenden Konflikts weiterhin unvorhersehbar bleibt.

Kunden wird dringend empfohlen:

  1. Daten umgehend zu sichern
  2. Eine Migration der Workloads in alternative AWS-Regionen zu erwägen
  3. Disaster-Recovery-Pläne zu aktivieren
  4. Von Remote-Backups in anderen Regionen wiederherzustellen
  5. Anwendungen zu aktualisieren, um Datenverkehr von den betroffenen Regionen wegzuleiten

Als alternative Regionen empfiehlt AWS je nach Latenz- und Datenresidenz-Anforderungen Standorte in den Vereinigten Staaten, Europa oder im asiatisch-pazifischen Raum.

Hintergrund und Kontext

Die Drohnenangriffe stehen im Zusammenhang mit der Eskalation des Konflikts um den Iran. Israel und die USA begannen am Samstag Angriffe auf die Islamische Republik, bei denen auch das bisherige Staatsoberhaupt Ajatollah Ali Chamenei getötet wurde. Teheran reagierte mit Luftangriffen mittels Drohnen und Raketen auf verschiedene Staaten in der Region. Aus den Golfstaaten gibt es seither zahlreiche Berichte über Raketen- und Drohnenschläge.

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