Project Glasswing

Anthropic weitet KI-Sicherheitsprojekt auf über 15 Länder aus

Dario Amodei, Chief Executive Officer and Co-Founder, Anthropic. © World Economic Forum / Sandra Blaser
Dario Amodei, Chief Executive Officer and Co-Founder, Anthropic. © World Economic Forum / Sandra Blaser

Anthropic erweitert Project Glasswing, seine branchenübergreifende Initiative zum Aufspüren und Beheben kritischer Software-Schwachstellen mit KI, laut TechCrunch auf rund 150 neue Organisationen in mehr als 15 Ländern. Die Nachricht folgt einen Tag nach Anthropics vertraulichem IPO-Antrag, der auf eine Finanzierungsrunde von 65 Milliarden Dollar bei einer Bewertung von knapp einer Billion Dollar folgte.

Claude Mythos identifiziert Schwachstellen

Im Zentrum von Project Glasswing steht Claude Mythos, Anthropics bislang leistungsstärkstes Modell. Das AI-System kann über mehrere Wochen hinweg Tausende Zero-Day-Schwachstellen identifizieren. Anfang April hat Anthropic 50 Initial-Partnern, darunter die US-Regierung, Zugang zu Claude Mythos Preview gegeben, um ihre Codebases auf Schwachstellen und Sicherheitslücken zu scannen.

Die erweiterte Liste der Organisationen mit Mythos-Zugang umfasst ab heute Unternehmen aus den Bereichen Energie, Wasser, Gesundheitswesen, Kommunikation und Hardware. Das sind Branchen, die in Anthropics erster Kohorte noch wenig präsent waren. Viele der neuen Partner sind Unternehmen oder Nonprofits, die Codebases unterhalten, auf die andere Organisationen und Regierungen angewiesen sind.

Anthropic will Project Glasswing schnell etablieren

„Was alle Partner gemeinsam haben, ist, dass ein erfolgreicher Angriff auf ihre Codebase katastrophal sein könnte“, erklärt das Unternehmen. „Für die meisten Partner schätzen wir, dass ein größerer Angriff mehr als 100 Millionen Menschen betreffen könnte, mit wichtigen Auswirkungen auf die globale und nationale Sicherheit.“

Die erweiterte Gruppe umfasst Berichten zufolge Organisationen in mit den USA verbündeten Ländern, darunter Australien, Kanada, Frankreich, Deutschland, Italien, Schweiz, Niederlande, Spanien, Belgien, Schweden, Indien, Japan, Neuseeland und Südkorea. Zu den Organisationen soll unter anderem Samsung, die NATO sowie die EU-Cybersecurity-Agentur ENISA gehören.

Anthropic rechnet damit, dass andere AI-Unternehmen bald Modelle entwickeln werden, die ähnlich leistungsfähig sind wie Mythos Preview. Deshalb arbeitet das Unternehmen mit Hochdruck daran, Schutzmaßnahmen innerhalb von Project Glasswing zu etablieren. Seit der Veröffentlichung von Mythos hat Konkurrent OpenAI sein eigenes Cybersecurity-fokussiertes Modell GPT-5.5-Cyber veröffentlicht und einer großen Gruppe von Partnern zum Testen zur Verfügung gestellt.

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