Internationalisierung

Cashy: Wiener Pfandleihe-Startup profitiert in der Krise, expandiert nach Deutschland

Florian Sulzer, Patrick Scheucher und Thomas Mang von Cashy. © Philipp Lipiarski
Florian Sulzer, Patrick Scheucher und Thomas Mang von Cashy. © Philipp Lipiarski

Es ist der logische Schritt für viele österreichische Startups – und auch Cashy macht. ihn. Die Jungfirma gehört zu jenen, die dieses Jahr ein Investment von mehr als einer Million Euro erhalten hat. Nun ruft der zehn Mal größere deutsche Markt. Wegen der europaweit stark steigenden Nachfrage nach Pfandkrediten hat das Startup sowohl cashy.de sowie ein eigenes Pfandhaus in München eröffnet. Wie auch in Österreich, soll die Pfandleihe weitgehend digitalisiert werden – da es sich aber um Gegenstände wie Smartphones, Tablet-PCs oder Autos handelt, die verpfändet werden, ist ein physischer Standort notwendig.

Per Online-Pfandkredit wolle man jenen Menschen ein Angebot machen, die kurzfristige Überbrückungshilfe in Zeiten von Pandemie und Inflation brauchen, aber von der Bank keinen Kredit bekommen oder die nur wenige Wochen Geld benötigen. „Verbraucherbefragungen der großen Schuldnerberatungen zeigen deutlich, dass während der Corona-Pandemie in vielen Haushalten die finanziellen Reserven aufgebraucht worden sind. Gleichzeitig werden unserer Erfahrung nach Kleinkreditanträge zunehmend abgelehnt. Wenn das Auto, die Waschmaschine oder das Handy eingeht, benötigen immer mehr Menschen daher anderwärtig finanzielle Hilfe“, so Gründer Patrick Scheucher.

Cashy: Die Startup-Gründer über den Krisentrend zur digitalen Pfandleihe

In Österreich wurden seit dem Start 2019 in mehr als 30.000 Transaktionen über 18 Mio. Euro durch das Startup zur Verfügung gestellt. In Deutschland rechnet sich das Jungunternehmen große Chancen aus, weil: In den kommenden fünf Jahren soll sich der Pfandkredit-Markt in Europa gegenüber 2020 um 40 Prozent von 8,9 auf 12,4 Mrd. Dollar erhöhen. Deutschland ist demnach mit 29 Prozent aller vergebenen Darlehen in Europa der größte Pfandkredit-Markt, und den gilt es zu bedienen. Nach München soll das Filialnetzwerk vergrößert werden, dann soll es mittelfristig „in weitere vergleichbare europäische Märkte“ und und nach Nordamerika gehen.

Aktuell hat Cashy 23 Mitarbeiter:innen und betreibt Filialen in Wien, Linz, Graz und Innsbruck – und nun eben München. Zu den Investor:innen zählen Paysafecard-Gründer Michael Müller, eQventure aus Graz und der mit Sebastian Kurz vernetzte Alexander Schütz, Gründer und CEO der C-Quadrat Investment Group.

Cashy: Wiener Pfandleihe-Startup holt weitere 1,7 Millionen Euro

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