Mikromobilität

Flasher: Grazer Startup entwickelt Blinker-Armbänder für E-Scooter

Flasher-Gründer Ines Woeckl und Alexander Rech © Flasher
Flasher-Gründer Ines Woeckl und Alexander Rech © Flasher

Elektroroller liegen momentan massiv im Trend. Gerade wegen ihrer Popularität gibt es über die Mikromobilität-Anwendungen aber viele Sicherheitsbedenken. Vor allem der Mangel eines eingebauten Blinkers sorgt unter anderem den ÖAMTC. Beim Abbiegen müssen Fahrer oft auf Handzeichen setzen, was die Gefahr von Balance-Verlusten und Unfällen erhöht. Genau dieses Problem will das Grazer Startup Flasher lösen. Die Jungfirma entwickelt smarte Armbänder, die per LED-Lampe selbst blinken und dafür nur einen Ellbogenschwenk erfordern.

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„Armbänder blinken automatisch“

„Wir haben bei bestehenden E-Scooter-Diensten wie Lime und Bird erkannt, dass die Handzeichen unsicher sind. Unsere Lösung ermöglicht es Fahrern, ihre Hände immer auf dem Lenker zu lassen. Sie müssen keinen Schalter betätigen, die Armbänder blinken bei der Schwenkbewegung automatisch“, erklärt Flasher-Mitgründerin Ines Woeckl. Im Jahr 2020 hat sie gemeinsam mit Alexander Rech das Startup gegründet. Die beiden haben die Technologie selbst entwickelt und wollen Mikromobilität damit für alle Verkehrsbeteiligten sicherer machen.

Nutzer müssen die beiden mit Leuchten ausgestatteten Armbänder einfach nur bei Fahren anlegen. Nicht nur für Elektroroller, sondern auch für Fahrräder sollen die Blinker eine sichere Alternative zu Handzeichen darstellen. Neben der Blinkfunktion dient die Anwendung laut Woeckl auch als Bremslicht. Die Armbänder erkennen nämlich auch eine Bremsbewegung und leuchten dann beide automatisch. Bei Schwenkungen leuchten die Geräte orange, beim Bremsen rot. Die Wearables sind laut Flasher wasserabweisend und einfach zu bedienen. Auch eine lange Akku-Laufzeit verspricht das Startup.

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Flasher soll Ende des Jahres auf den Markt

Mit dem Konzept hat Flasher schon mehrere Unterstützer überzeugt. So hilft das Gründerzentrum Science Park Graz der Jungfirma im Rahmen des „AplusB Scale-up“-Programms. Förderungen erhält das Startup auch von der Finanzierungsbank Austria Wirtschaftsservice (AWS). Das AWS hat Flasher in diesem Jahr eine Finanzierung im sechsstelligen Bereich bereitgestellt.

Der Blinker von Flasher soll Ende dieses Jahres auf den Markt kommen. Einen genauen Preis hat das Jungunternehmen noch nicht festgelegt. Die Gründer suchen noch nach Partnern für die Produktion. Angedacht ist zudem eine Crowdfunding-Kampagne, die zwischen Ende 2021 und Anfang 2022 anfangen soll. „Wir wollen unsere Lösung nicht nur in Österreich anbieten, sondern auch in Deutschland oder den Niederlanden, wo Mikromobilität ein besonders wichtiger Markt ist“, sagt Woeckl.

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