Studie

iCar: Konsument:innen mit Interesse, Skepis ist aber groß

Bringt Apple das iCar? © kropekk_pl on Pixabay
Bringt Apple das iCar? © kropekk_pl on Pixabay

Kommt das iCar – und wenn ja, wer will das eigentlich haben? Viele Konsumenten – vor allem in den westlichen Kernmärkten von Apple – seien dem Apple-Auto gegenüber „noch eher skeptisch eingestellt“. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Unternehmensberatung Simon-Kucher & Partners.

iCar: Interesse in China groß

Die „Automotive-Experten“ Martin Gehring und Matthias Riemer haben sich angesehen, ob das iCar überhaupt Erfolg haben könnte. In einem Satz: Durchaus. Zwar würden die Konsument:innen „großes Interesse“ zeigen, allerdings auch „gesunde Skepsis“. Bei einer Befragung von rund 9.500 Autokäufern aus Amerika, Europa und Asien wurde demnach festgestellt, dass sich weltweit 72 Prozent der elektro-affinen Kunden „generell für das iCar interessieren“ würden, in China mit 80 Prozent deutlich mehr als in Nordeuropa. In den USA würden aber auch 30 Prozent der Befragten von einem „großen Flop“ ausgehen.

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56.000 Euro für das Apple-Auto

Punkten könnte das Apple-Auto bei den Konsument:innen zufolge mit einem „disruptiven Design“ und „anwenderfreundlicher Technologie“. Näher definiert ist das nicht. Preislich gehen die befragten Personen im Schnitt von 56.000 Euro aus – gehobene Mittelklasse also. Das ist tatsächlich nicht ganz unrealistisch, soll das iCar doch erst 2025 auf den Markt kommen. Es ist anzunehmen, dass bis dahin deutlich mehr preiswerte E-Autos durch die Straßen kurven. Auch Tesla soll bekanntlich an einem Modell für rund 21.000 Euro arbeiten. Dennoch gehen die Studienmacher davon aus, dass es Apple zu Beginn nicht einfach haben wird. Es werde „viel Überzeugungsarbeit nötig sein, um Kunden von Tesla oder deutschen Premiumherstellern zu erreichen“, auch wenn bei Apple eine „treue Community als Markenbefürworter mit hoher Zahlungsbereitschaft“ agiere. Zudem würde das Monetarisierungsmodell „nur bedingt“ greifen. Apple macht derzeit rund 40 Prozent des Gewinns durch digitale Services. Das dürfte aber auch auf dem Automarkt Usus werden: Mit VW und BMW planen auch deutsche Autobauer, künftig Software-Abomodelle einzuführen.

Letztlich könnten auch banalere Aspekte über Erfolg und Flop entscheiden: So hat sich gerade Tesla in den USA ein sehr erfolgreiches Image aufgebaut. Das könnte Apple das Wasser abgraben: „Treten sie (Apple und Tesla, Anm.) jetzt in direkte Konkurrenz zueinander, ist höchst fraglich, ob Automotive-Newcomer Apple dem Vergleich standhält“, heißt es in der Studie. Gewissheit haben wir wohl erst 2025.

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