Marktstart

Linzer Klaviermusiker-Startup Oktav holt sich SEO-Experten Enzenhofer als Business Angel

Die beiden Oktav-Gründer Toni Luong (li.) und David Kitzmüller (re.) gemeinsam mit Franz Enzenhofer. © Oktav
Die beiden Oktav-Gründer Toni Luong (li.) und David Kitzmüller (re.) gemeinsam mit Franz Enzenhofer. © Oktav

In Linz starten die zwei Jungunternehmer David Kitzmüller und Toni Luong eine Plattform für Klavierspieler. Auf Oktav steht den Musikern ein großer Pool an Klaviernoten zur Verfügung, der nach ihren Vorlieben und nach ihrem Können sortiert und gefiltert wird. Hinter der Individualisierung steckt eine komplizierte Empfehlungstechnologie. Das junge Team hat sich zum offiziellen Start der Plattform nicht nur eine FFG-Förderung in der Höhe von 320.000 Euro gesichert, sondern auch einen ersten Business Angel an Bord geholt.

Work-for-Equity-Deal

Der SEO-Experte Franz Enzenhofer steigt mit 3,5 Prozent bei Oktav ein und unterstützt das Team vor allem im Marketing (work for equity) und erstmals hat er auch eine nicht näher genannte Summe in ein Startup investiert. „Die Marktchancen von Oktav sind enorm und haben mich genauso vom Investment überzeugt, wie das kompetente Gründerteam“, wird Enzenhofer in einer Aussendung zitiert. Oktav-Mitbegründer Kitzmüller war davor Marketing-Chef bei karriere.at und hat Enzenhofer dort kennengelernt. Enzenhofers Agentur Full Stack Optimization ist eine der wichtigsten Anlaufstellen für Startups und Unternehmen im Digitalbereich, wenn es um Google-Optimierung geht. Der SEO-Profi hat sich über die Jahre einen Ruf als einer der wichtigsten Spezialisten in diesem Bereich in Österreich aufgebaut und vergangenes Jahr sein erstes Buch dazu vorgelegt (Trending Topics berichtete).

Shazam für Klavierspieler

Die Plattform selbst ist fertig entwickelt und wurde in den letzten Monaten mit einigen Testnutzern ausprobiert. Im Juli öffnet Oktav auch für alle anderen Nutzer die Pforten – der Zugang kostet 9,90 Euro pro Monat. An der Johannes Kepler Universität Linz wird inzwischen in einem Forschungsprojekt an der Weiterentwicklung gearbeitet. „Wir wollen über das Mikrofon herausfinden können, wie gut ein Musiker Klavier spielt und welches Stück er gerade spielt – ein bisschen wie bei Shazam“, erklärt Kitzmüller. Das Fördergeld will das Startup vor allem in dieses Projekt und in erste Mitarbeiter investieren.

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