Vienna Planet Fund vergab 4,7 Millionen Euro an 131 Unternehmen
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Die Wirtschaftsagentur Wien zieht Bilanz über den Vienna Planet Fund, mit dem sie im Auftrag der Stadt Wien seit 2024 klimaschonende Vorhaben Wiener Unternehmen unterstützt hat. Zwischen 2024 und 2026 gingen insgesamt 162 Projekte von 131 Unternehmen ein, 36 davon erhielten eine Förderung – in Summe rund 4,7 Millionen Euro. Damit wurden laut Wirtschaftsagentur zusätzliche Investitionen von rund 17,5 Millionen Euro angestoßen.
Gefördert wurden Unternehmen aus allen Branchen mit bis zu 250.000 Euro pro Vorhaben. Über die Zusagen entschied jeweils eine unabhängige Jury. Inhaltlich reichte das Spektrum von Energielösungen über Kreislaufwirtschaft und Climate-Tech bis zu neuen nachhaltigen Baumaterialien.
Von reparierten Kletterschuhen bis zu Lehmziegeln
Die Bandbreite der geförderten Projekte zeigt sich an mehreren Beispielen: Das Unternehmen Solemates repariert in Wien Kletterschuhe und verlängert so deren Lebensdauer. Cup Solutions hat eine laut eigenen Angaben europaweit einzigartige Spülstraße für Mehrweggeschirr entwickelt, die den Ressourcenverbrauch beim Reinigungsprozess reduzieren soll. Das Unternehmen MudKlub wiederum stellt einen ungebrannten Lehm-Baustoff im Fliesenformat her, der als Wand- oder Deckenverkleidung dient und durch den Verzicht auf das Brennen bauphysikalische Vorteile für das Raumklima bieten soll.
Über den Fund kamen im Beobachtungszeitraum auch zwei internationale Unternehmen nach Wien: Die isländische Flexdrill GmbH entwickelt von Wien aus ein kompaktes Geothermie-Bohrsystem, das zur Dekarbonisierung von Gebäuden beitragen soll. Das US-Unternehmen Floodlight arbeitet ebenfalls von Wien aus an satelliten- und KI-gestützten Lösungen zur Erfassung von Emissionen und Klimarisiken.
Einordnung der Stadt
Wirtschaftsstadträtin Barbara Novak (SPÖ) sieht in den Zahlen einen Beleg dafür, dass Wiener Unternehmen branchenübergreifend an klimaschonenden Produkten und Geschäftsmodellen arbeiten und damit sowohl zur Wettbewerbsfähigkeit des Standorts als auch zur Klimaneutralität der Stadt beitragen. Dominic Weiss, Geschäftsführer der Wirtschaftsagentur Wien, verweist darauf, dass klimaschonende Innovation längst nicht nur im Energiesektor stattfinde, sondern etwa auch in Produktion, Digitalisierung und Bauwesen. Die mit dem Fund gesammelten Erfahrungen sollen künftig in die Weiterentwicklung des Förderportfolios der Wirtschaftsagentur einfließen.

