Künstliche Intelligenz

Neuron Automation: FFG-Förderung für AI aus St. Pölten

V.l.n.r.: Bundesminister Peter Hanke, Martina Hubert, Michael Plankensteiner und Adrien Legriffon (Neuron Automation) beim Besuch im Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur © neuron automation | Zsolt Marton
V.l.n.r.: Bundesminister Peter Hanke, Martina Hubert, Michael Plankensteiner und Adrien Legriffon (Neuron Automation) beim Besuch im Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur © neuron automation | Zsolt Marton

Neuron Automation, ein Unternehmen aus St. Pölten, hat sich eine Forschungsförderung durch die FFG im Rahmen des Frontrunner-Programms gesichert. Peter Hanke, Bundesminister für Innovation, Mobilität und Infrastruktur, empfing die niederösterreichische Firma am vergangenen Montag. Das Startup entwickelt Lösungen, die Maschinen und Roboter daran hindern, Menschen zu verletzen.

AI erstellt Vorschläge aus Sicherheitsanforderungen

Im geförderten Projekt „Neuron Transforma“ entwickelt das Unternehmen eine KI, die aus den Sicherheitsanforderungen einer Maschine eigenständig Vorschläge für Programmcode, Tests und Dokumentation ableitet. Sie erledigt also genau jene Arbeit, die bisher den Großteil der Projektzeit verschlang.

Die KI ist laut Neuron Automation dabei immer nur Assistent, nicht Entscheider. Freigabe und Verantwortung liegen weiterhin beim Menschen. Damit will sich Neuron Automation genau dort positionieren, wo die Industrie hinwächst. Die Lösung soll in vollautomatisierten digitalen Fabriken und in der Robotik bis hin zu humanoiden Systemen zum Einsatz kommen.

FFG gab 2025 etwa 352 Millionen Euro weniger Fördermittel aus als 2024

Neuron Automation macht Firmen wettbewerbsfähiger

„Sicherheit darf nicht bedeuten, dass jeder Hersteller wieder bei null beginnt. Wir industrialisieren Sicherheit ‚Made in Austria‘, für die Welt“, so Michael Plankensteiner, CEO von Neuron Automation.

Für den Industriestandort Österreich soll das ein doppelter Hebel sein. Neuron Transforma soll eine Schlüsseltechnologie für die Industrie der Zukunft werden. Sie soll Unternehmen wettbewerbsfähiger machen. In einem Umfeld verschärfter EU-Regeln wie der Maschinenverordnung und des Cyber Resilience Act entscheide die Geschwindigkeit, mit der Sicherheitsentwicklung funktioniert, zunehmend über den Marktzugang.

Außerhalb der Fachwelt kaum bekannt, gilt Neuron Automation in der Branche als einer der spannendsten Player Europas. 1986 gegründet, beschäftigt das Unternehmen heute 135 Mitarbeitende, davon mehr als 100 in der Entwicklung. Die Firma aus St. Pölten erwirtschaftet 17 Millionen Euro Umsatz und unterhält Niederlassungen in Deutschland, Ungarn, Thailand und den USA. Zu den Kunden zählen internationale Konzerne und Weltmarktführer aus den Bereichen Automatisierung, Robotik und Antriebstechnik.

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