NovaLabs investiert 3 Millionen Euro in Automatisierung und verdoppelt Workforce
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Das Grazer Nahrungsergänzungsmittel-Startup NovaLabs setzt seinen Expansionskurs mit einer weiteren Millionen-Investition fort. Nachdem das Jungunternehmen bereits zwei Millionen Euro in den neuen Standort Graz-Rudersdorf gesteckt hat, fließen bis Jahresende weitere drei Millionen Euro in neue Maschinen und Automatisierung.
Die Umsatzkurve kennt seit der Gründung praktisch nur eine Richtung: Von einer Million auf zuletzt 14 Millionen Euro. Heuer peilt das White-Label-Startup rund 25 Millionen Euro an und liegt aktuell sieben Prozent über Plan. Parallel dazu hat NovaLabs die Beschäftigtenzahl von 76 auf über 100 Mitarbeiter:innen hochgefahren.
NovaLabs bedient stark wachsenden Markt
Die beiden Gründer und Geschäftsführer David Schweiger und Christian Gubik begründen die Investitionsstrategie mit der explodierenden Nachfrage. „Der Markt für Nahrungsergänzungsmittel – von Proteinen und Kollagen über Vitamine bis hin zu Mineralstoffen – wächst extrem stark. Wir haben uns als Produzent mit hohem Qualitätsanspruch einen Namen gemacht. Mit der aktuellen Investition bauen wir unsere Kapazitäten gezielt aus, um mit der steigenden Nachfrage Schritt halten zu können“, erklärt das Gründerduo. Das Startup produziert Pulver, Kapseln, Öle und Liquids für andere Marken.
Das Investitionsprogramm umfasst zwei neue Verpackungslinien für Kapseln am Standort Rudersdorf sowie mehrere High-Tech-Anlagen am Hauptsitz in Graz-Straßgang. Eine neue Füllmaschine dosiert Pulver und Flüssigkeiten künftig hochautomatisiert in Stickpacks. Dazu kommt eine Standbodenbeutel-Anlage für wiederverschließbare Pulververpackungen sowie ein Pick-and-Place-Roboter.
Hochmoderne Mischtechnologie
„Pulver im Standbodenbeutel oder in den Stickpacks ist derzeit eines der großvolumigsten Segmente am Markt. Gleichzeitig sehen wir weiterhin eine sehr starke Nachfrage nach Kapseln in unterschiedlichsten Formen und Rezepturen“, sagt Schweiger. Das technologische Highlight ist ein Kugelmischer mit 2.000 Litern Fassungsvermögen. Es soll sich hierbei um die erste Anlage dieser Art in Österreich handeln.
Zwei gegenläufige Wellen reduzieren die Mischzeit von bisher 20 Minuten auf rund 90 Sekunden. Schweiger betont die Notwendigkeit dieser Präzisionstechnologie: „Die immer komplexeren Zusammensetzungen stellen auch höhere Ansprüche an die eingesetzte Mischtechnologie. Bei einer Rezeptur können beispielsweise mehrere hundert Kilogramm eines Rohstoffes mit nur wenigen Gramm eines anderen Wirkstoffes kombiniert werden. Auch bei diesen Kleinstmengen muss am Ende eine gleichmäßige Verteilung im gesamten Produkt sichergestellt werden.“
NovaLabs verdoppelt Umsatz auf 25 Millionen Euro und greift nach Europas Spitze
Startup hat internationale Kundschaft
Das Wachstum wird zunehmend vom Export getrieben. Rund 50 Prozent des Umsatzes erzielt NovaLabs mittlerweile außerhalb Österreichs, wobei Deutschland mit rund 40 Prozent des Gesamtumsatzes der wichtigste Einzelmarkt geworden ist. Weitere Produkte gehen in die Schweiz, nach Belgien und Frankreich. Über Vertriebspartner erreichen die steirischen Nahrungsergänzungsmittel auch Dubai und China. „Unsere Kunden wachsen – und wir mit ihnen. Gleichzeitig gewinnen wir laufend neue Aufträge. Unsere Aufgabe ist deshalb, die Produktion heute bereits so aufzustellen, dass sie auch mit den Mengen von morgen umgehen kann“, erklärt Co-Gründer Gubik.
Für die beiden Gründer markiert die aktuelle Investition weniger einen Abschluss als eine Vorbereitung auf die nächste Wachstumsstufe. „Am ursprünglichen Ziel hat sich nichts geändert: Wir sind angetreten, um Europas führender Produzent für Nahrungsergänzungsmittel zu werden. Dafür schaffen wir jetzt die industrielle Basis“, so die Geschäftsführer.

