Lancor Scientific

Österreich fördert britisches Blockchain-Startup mit neuem Forschungslabor in Graz

Lancor-Scientific-CEO Aamir Butt © Lancor
Lancor-Scientific-CEO Aamir Butt © Lancor

Das britische Blockchain-Startup Lancor Scientific forscht ab sofort in Österreich. Die Firma entwickelt ein Blockchain-basiertes AI-Tool zur Früh-Erkennung von Krebs. Die Methode soll bei Gebärmutterhals-Krebs eine Genauigkeit von 90 Prozent bieten, während derzeit gängige Pap-Tests lediglich bei 60 bis 70 Prozent liegen.

Für die weitere Forschung zu dem patentierten OMIS-Verfahren (Opto-magnetic Imaging Spectroscopy) wurde in Graz ein eigenes Forschungslabor eingerichtet, in dem Lancor mit der TU Graz, der Med-Uni Graz und der Wiener Sigmund Freud Universität zusammenarbeitet, heißt es in einer Aussendung.

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In Graz soll Genauigkeit verbessert werden

Dazu hat Lancor eine eigene Tochtergesellschaft in Österreich gegründet. Die Forschung wird laut dem Unternehmen in den ersten fünf Jahren von der öffentlichen Hand gefördert. Das Gerät selbst soll bereits 2019 auf den Markt kommen – in den nächsten fünf Jahren will das Unternehmen bereits 10.000 Stück auf den Markt bringen. In dem neuen Labor in Graz soll vor allem weiter an der Genauigkeit des Tests gefeilt werden.

OMIS von Lancor hilft bei der Früherkennung von Gebärmutterhals-Krebs © Lancor Scientific
OMIS von Lancor hilft bei der Früherkennung von Gebärmutterhals-Krebs © Lancor Scientific

„Krebs früh zu erkennen, ist der Schlüssel zur Rettung von Leben. Lancor Scientific hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine genaue und kostengünstige Krebserkennungstechnologie weltweit verfügbar zu machen. Das Vertrauen der österreichischen Regierung sowie die Partnerschaft mit Experten der Technischen Universität Graz ermöglichen es uns, diese Reise fortzusetzen und in den nächsten fünf Jahren ein Minimum von 10.000 Geräten bereitzustellen, womit pro Tag 500.000 Krebstests durchgeführt werden können“, sagt Lancor-Scientific-CEO Aamir Butt.

ICO startet Mitte Jänner 2019

Die Blockchain-Technologie kommt bei OMIS bei der Speicherung Verarbeitung der Testergebnisse zum Einsatz. Dazu gibt Lancor einen eigenen „Medici“-Token (ERC20) heraus und plant auch einen ICO, der Mitte Jänner starten soll. Mit dem Token sollen Patienten den Test bezahlen können und dabei einen Rabatt erhalten.

„Wir freuen uns, ein Unternehmen zu unterstützen, das die innovative Technologie der Quantenspektroskopie mit Blockchain-Technologie und künstlicher Intelligenz in einem medizinischen Gerät kombiniert“, sagt Friedrich Schmidl, der bei der Austrian Business Agency (ABA) für den Bereich Life Sciences verantwortlich ist.

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