AI-Industrie

Oracle streicht Tausende Stellen wegen KI-Investitionsdruck

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Oracle bereitet den Abbau Tausender Arbeitsplätze vor, berichtet Golem. Die Entlassungen könnten noch in diesem Monat beginnen, heißt es von mit den Plänen vertraute Personen. Die Maßnahmen gehen deutlich über bisherige Stellenkürzungen hinaus. Ein Teil der betroffenen Positionen fällt in Jobkategorien, die Oracle durch den Einsatz von KI-Tools künftig für verzichtbar hält.

AI-Investitionen drücken Cashflow für Jahres ins Minus

Hinter dem Stellenabbau steckt massiver Investitionsdruck. Konzernchef Larry Ellison treibt den Ausbau von Rechenzentren für KI-Aufgaben voran, unter anderem für Kunden wie OpenAI. Das ursprünglich für Datenbanksoftware bekannte Unternehmen positioniert sich seit Jahren als Cloudkonkurrent zu Amazon und Microsoft.

Wall-Street-Analyst:innen rechnen damit, dass die Investitionen den Cashflow des Unternehmens für mehrere Jahre ins Negative drücken werden. Eine Erholung könnte laut Bloomberg erst um 2030 kommen. Im vergangenen Februar kündigte Oracle an, in diesem Jahr bis zu 50 Milliarden US-Dollar über Schulden und Aktienverkäufe aufzunehmen.

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Oracle könnte Einstellungen in Cloud-Sparte stoppen

Parallel zum Stellenabbau überprüft Oracle intern viele offene Stellen in der Cloudsparte. Das bedeutet faktisch einen Einstellungsstopp in diesem Bereich. Weltweit beschäftigt das Unternehmen rund 162.000 Mitarbeiter:innen. Eine offizielle Stellungnahme gibt es nicht.

Die frühe Positionierung als KI-Cloudanbieter hatte Investoren zunächst begeistert: Die Aktie legte 2024 um 61 Prozent zu, 2025 zunächst um weitere 20 Prozent. Inzwischen hat die Sorge um die Kosten die Aktie eingeholt. Seit dem Hoch im September 2025 ist sie um 54 Prozent gefallen. Am vergangenen Donnerstag gab sie weitere 1,5 Prozent auf 150,12 Dollar nach.

Oracle steht mit diesem Dilemma nicht allein da. Microsoft strich im vergangenen Jahr rund 15.000 Stellen, während es gleichzeitig massiv in Rechenzentren und KI investierte. Block-Mitgründer Jack Dorsey begründete den Abbau von fast der Hälfte der Belegschaft vergangene Woche ebenfalls mit KI-bedingten Effizienzgewinnen. Im September 2025 hatte Oracle seine bislang größte Restrukturierungsmaßnahme angekündigt, mit Kosten von bis zu 1,6 Milliarden US-Dollar im laufenden Geschäftsjahr, das im Mai 2026 endet.

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