Finanzierungsrunde

Stark: Drohnen-Scale-up könnte Bewertung auf 2,5 Milliarden Euro steigern

© Stark
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Das Berliner Drohnen-Startup Stark verhandelt mit Investoren über eine neue Finanzierungsrunde von mindestens 300 Millionen Euro, berichtet die Financial Times mit Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die Bewertung des Jungunternehmens könnte dabei auf rund 2,5 Milliarden Euro steigen. Im Vergleich zum Wert Anfang 2025 wäre das eine Verdoppelung.

Stark produziert „Kamikaze-Drohnen“

Der Fundraising-Vorstoß zeigt, wie stark Investoren derzeit in den boomenden Defense-Tech-Sektor drängen. Stark produziert sogenannte „Kamikaze-Drohnen“, also KI-gesteuerte Drohnen, die sich auf ihre Ziele stürzen und mit Gefechtsköpfen zerstören. Das Scale-up erhält Unterstützung vom US-Milliardär Peter Thiel.

Personen, die mit den Verhandlungen vertraut sind, warnen allerdings: Ein Deal steht noch nicht fest, sowohl Volumen als auch Bewertung können sich noch ändern. Die mögliche Finanzierungsrunde bei Stark reiht sich ein in eine Welle von Kapitalzuflüssen für europäische Defense-Tech-Startups.

DefenseTech-Startups bei Investoren im Trend

Helsing aus München, Europas wertvollstes Startup in diesem Bereich, steht kurz davor, 1,2 Milliarden Dollar bei einer Bewertung von 18 Milliarden Dollar einzusammeln. Auch Starks Schwesterunternehmen Quantum Systems, das Überwachungsdrohnen herstellt, führt Gespräche über neue Investments.

Stark ist im Jahr 2024 an den Start gegangen und hat sich schnell zu einem der prominentesten Player in Europas DefenseTech-Industrie entwickelt. Die Virtus-Drohne von Stark hatte bei zwei Tests mit den britischen und deutschen Streitkräften im vergangenen Jahr Probleme. Das Scale-up wertete die Rückschläge als Teil seines Innovationsprozesses. Im Februar erhielt Stark trotzdem einen der drei Aufträge der Bundeswehr zur Lieferung von Kamikaze-Drohnen. Jeder Deal hat ein Volumen von rund 300 Millionen Euro.

Parallel expandiert Stark in Anti-Drohnen-Systeme. Im April kündigte das Scale-up eine Partnerschaft mit Inleap Photonics an. Dieses Unternehmen baut Laser, die Drohnen vom Himmel schießen können. Die Kombination aus Angriffs- und Abwehrtechnologie positioniert Stark breiter im wachsenden Markt für unbemannte Systeme.

EU wirft Milliarden für DefenseTech ins Rennen, auch Startups sollen Geld bekommen

Kritik wegen Nähe zu Peter Thiel

Einige deutsche Parlamentarier haben Stark wegen der Beteiligung von Peter Thiel kritisch beäugt. Thiel pflegt enge Verbindungen zu US-Präsident Donald Trump. Derzeit versuchen europäische Staaten, ihre Abhängigkeit von den USA in Sicherheitsfragen zu reduzieren. Stark betont, dass Thiels Anteil unter zehn Prozent liegt und er „keine Informationsrechte in Bezug auf unsere Produkte oder Geschäftsabläufe“ habe.

CEO Uwe Horstmann führt das Scale-up seit Oktober 2024. Er kam von der Venture-Capital-Gesellschaft Project A, die er mitgegründet hat. Zu den bisherigen Investoren zählen der NATO Innovation Fund, der CIA-nahe Fonds In-Q-Tel und Sequoia Capital. Mit der neuen Finanzierungsrunde könnte die Jungfirma ihre Position im europäischen Defense-Tech-Markt weiter ausbauen.

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