Investment

ToolSense: 3 Mio. Euro für Wiener Baumaschinen-Startup

Die ToolSense-Gründer Alexander Manafi, Benjamin Petterle und Rostyslav Yavorskyi. © ToolSense
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Vernetzte Baumaschinen, die Daten für After-Sales-Prozesse liefern: Das Wiener IoT-Startup ToolSense hat sich seit der Gründung 2017 mit Kunden wie Stihl, Tyrolit und Wolff einen Namen in der Baubranche gemacht. Mit einer eigenen Sensor-Hardware können etwa der Standort der Maschine oder die digitale Inventarisierung der gesamten Maschinenflotte unabhängig vom Fabrikat gemacht werden. Auch können Service-Prozesse zum Endkunden hin automatisiert werden. So können etwa erforderliche Reparaturen und Wartungen angeboten werden, noch bevor es zu einem Schaden kommt und hohe Reparaturkosten anfallen.

Nun bekommt ToolSense neuen Schub. Mit einem Investment von drei Millionen Euro soll die Internationalisierung angegangen werden und neue Kunden gewonnen werden. Die Seed-Finanzierungsrunde wird von btov‘s Industrial Technologies Fund angeführt. Zu den weiteren Investoren zählen die Bestandsinvestoren aws Gründerfonds, Segnalita Ventures, Martin Global AG und Dr. Georg Hoblik GmbH. Nach der Runde halten die drei Gründer Alexander Manafi, Benjamin Petterle und Rostyslav Yavorskyi noch jeweils 15 Prozent des Unternehmens, sind also nicht mehr in der Mehrheit.

Neue Kunden und Internationalisierung

„Mit dem Investment stocken wir unsere Kapazitäten entsprechend auf und sind bestens darauf vorbereitet, noch viele weitere Maschinenbauer bei ihrer After-Sales-Reise zu unterstützen“, so Mitgründer Manafi. Im Maschinenbau seien aufgrund von COVID-19 deutliche Umsatzeinbußen passiert, der Auftragseingang bei Neumaschinen sei teilweise um mehr als 30 Prozent eingebrochen. Maschinenbauern wolle man mit IoT-Funktionen dabei helfen, „mit verstärkten After-Sales-Aktivitäten und neuen Servicemodellen diesen Umsatzeinbrüchen entgegenzuwirken.“

„Das Team von ToolSense hat uns von der Vision überzeugt, Maschinenherstellern mit Hilfe der ToolSense Plattform einen direkten und unkomplizierten Kundenzugang zu ermöglichen. Das Verständnis der Kundenbedürfnisse und damit auch die Qualität des Kundenservices können so deutlich verbessert werden“, so Benedikt Kronberger, Partner beim Lead-Investor btov. Der Umsatz von ToolSense hat sich 2019 verdreifacht – mit ein Grund für die Investoren, mehr Geld in das Startup zu pumpen.

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