Microsofts KI-Umsätze stammen größtenteils von OpenAI
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Neue Offenlegungen von Microsoft zeigen: Ein Großteil der KI-Umsätze des Softwarekonzerns stammt von seinem engsten Partner OpenAI. Wie aus einer vergangene Woche veröffentlichten Unternehmensmeldung hervorgeht, verbuchte Microsoft im Geschäftsjahr bis Ende Juni 24,1 Milliarden US-Dollar an Einnahmen von OpenAI.
Microsoft ist mit 27% ein sehr großer Teilhaber an OpenAI und war von Anfang an der größte Investor in das Startup. Die Pläne, gemeinsam mit OpenAI die Vormachtstellung von Google im Web zu brechen, sind aber nicht aufgegangen. OpenAI hat sich aus der Exklusiv-Partnerschaft mit Microsoft gelöst und Deals unter anderem auch mit Amazon geschlossen. Währenddessen investierte Microsoft bei Anthropic und hat mittlerweile neben den GPT-Modellen auch andere (inklusive hauseigene) im Einsatz.
Größenordnung der Abhängigkeit
Microsoft-CEO Satya Nadella hatte zum Ende des März-Quartals angegeben, dass der Konzern auf Kurs sei, im Jahresverlauf 37 Milliarden Dollar an KI-Umsätzen zu erzielen. Diese Gesamtsumme wurde beim jüngsten Quartalsbericht zum vierten Fiskalquartal jedoch nicht aktualisiert.
Aus den vorliegenden Zahlen lässt sich laut Bloomberg ableiten, dass OpenAI für mehr als die Hälfte – schätzungsweise rund 70 Prozent – der tatsächlichen KI-Umsätze Microsofts im vergangenen Geschäftsjahr verantwortlich war. Die Berechnung stützt sich auf die Annahme, dass die von Microsoft für März gemeldete Wachstumsrate von 123 Prozent auf Jahresbasis konstant blieb. Daraus ergäbe sich für das bis Juni laufende Geschäftsjahr ein KI-Gesamtumsatz von rund 34 Milliarden Dollar – dem die 24,1 Milliarden Dollar aus dem OpenAI-Geschäft gegenüberstehen.
Hintergrund der Geschäftsbeziehung
Im Rahmen der bestehenden Vereinbarung zahlt OpenAI an Microsoft für Rechenleistung, Kosten im Zusammenhang mit dem Training von KI-Modellen sowie einen Anteil an seinen Umsätzen. Microsoft hat in der Vergangenheit versucht, seine Abhängigkeit von OpenAI zu verringern – etwa durch die Beteiligung an Anthropic sowie die Entwicklung eigener Modelle. Investoren beobachten dennoch genau, welcher Anteil der Microsoft-KI-Umsätze tatsächlich auf OpenAI zurückgeht.
Microsoft hat seine gesamten KI-Umsätze bislang erst zweimal beziffert: einmal für das im Dezember 2024 endende Quartal, als von einer Jahresrate von mehr als 13 Milliarden Dollar die Rede war, und erneut für das März-Quartal mit einer prognostizierten Jahresrate von über 37 Milliarden Dollar. Diese Gesamtsumme umfasst laut einem Unternehmenssprecher sämtliche Umsätze von KI-Kunden sowie KI-spezifische Produktverkäufe – inklusive der Umsatzbeteiligung von OpenAI.
Relativierung im Gesamtkontext
Gemessen am Gesamtumsatz von Microsoft fällt der OpenAI-Anteil deutlich kleiner aus – auf unter 10 Prozent. Der Konzern verzeichnete im jüngsten Quartal rund 51 Milliarden Dollar an neuen kommerziellen Auftragseingängen, die vor allem von anderen Kunden als KI-Startups getragen wurden. Beim Wachstum der Auftragseingänge im Jahresvergleich machte OpenAI jedoch den größten Anteil aus.

