Wiener Startup inoqo fusioniert mit Mondra aus London
Die beiden Nachhaltigkeitsplattformen Mondra und inoqo haben ihre strategische Fusion bekanntgegeben. Der Zusammenschluss vereint zwei Branchenführer zu einer globalen Einheit, die sich auf die Dekarbonisierung und Resilienz des weltweiten Lebensmittelsystems konzentriert. Die fusionierte Organisation wird unter der Marke Mondra operieren. inoqo war früher mit einer B2C-App unterwegs, wechselte dann im Zuge eines siebenstelligen Investments zu einem B2B-Geschäftsmodell. seither ermöglicht es Lebensmittelhändlern die Umweltauswirkungen ihrer Tausenden von Lebensmittel- und Getränkeprodukten zu bewerten.
Mondra, ein Anbieter von Scope-3-SaaS-Lösungen für den Einzelhandel mit Sitz in London, und inoqo, eine Nachhaltigkeitsplattform aus Wien, bündeln damit ihre Kompetenzen. Das Unternehmen hat eben erst eine Series A von 11,8 Mio. Euro geholt. Die Fusion schafft eine starke europäische Basis für die kombinierte Organisation, die einen wachsenden globalen Kundenstamm aus Lebensmittelhändlern, Herstellern und Konsumgütermarken bedient.
Das zusammengeführte Unternehmen kombiniert inoqos umfassende europäische Marktexpertise und Impact-Datenbank mit Mondras Technologie. Ziel ist es, die robustesten Fähigkeiten am Markt für produktbezogene Nachhaltigkeitsbewertung, Lieferanteneinbindung und skalierbare Klimaschutzmaßnahmen im Einzelhandel bereitzustellen.
Operative Struktur und Technologie
Die fusionierte Organisation wird mit einem global verteilten Team arbeiten, dessen Kernstandorte in London, Wien und Indien liegen. Die Integration konzentriert sich auf die Vereinheitlichung von Produktentwicklung und Datensystemen. Das Ergebnis soll eine einzige, KI-gestützte Plattform sein, die auf Mondras Digital-Twin-Technologie und der Sherpa-AI-Plattform basiert.
Zu den Kunden der gemeinsamen Organisation zählen führende Lebensmittelhändler wie Tesco, M&S, Co-op, ASDA, Lidl, Aldi, dm drogerie markt, Pets at Home und Sainsbury’s. Hinzu kommen bedeutende Zulieferer wie Avara, Samworth Brothers, Greencore und Bakkavor sowie globale Marken wie Starbucks und Nando’s.
Die Rolle von Markus Linder
Markus Linder, Gründer und CEO von inoqo, wird dem Führungsteam von Mondra beitreten. In seiner neuen Position wird er eine zentrale Rolle beim internationalen Wachstum und der strategischen Ausrichtung des Unternehmens übernehmen. Linder bringt seine Expertise in die Weiterentwicklung der Technologieplattform ein, um messbare Geschäftsergebnisse durch Klimarisikomanagement zu erzielen.
„Wir haben inoqo gegründet, um Nachhaltigkeit über die gesamte Wertschöpfungskette messbar und umsetzbar zu machen. Die Fusion mit Mondra ist die ultimative Verwirklichung dieser Vision. Durch die Bündelung unserer Stärken sind wir nicht mehr nur zwei Marktführer, sondern eine einzige globale Kraft, die der Lebensmittel- und Getränkeindustrie die Intelligenz liefert, die für eine resiliente und nachhaltige Zukunft erforderlich ist“, so Lindner.
Zeitplan und regulatorische Genehmigung
Die Transaktion unterliegt noch behördlichen Genehmigungen. Der Abschluss der Fusion wird für das zweite Quartal 2026 erwartet. Nach Vollzug des Zusammenschlusses wird die kombinierte Organisation ihre Aktivitäten unter der Marke Mondra fortführen und ihre Position als Anbieter von Nachhaltigkeitsintelligenz für das globale Lebensmittelsystem ausbauen.

