Award

AIT sichert sich Houskapreis 2026 mit AI-Stromnetzlösung Voltera

© Voltera
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Das AIT Austrian Institute of Technology hat auch in diesem Jahr beim Houskapreis einen Erfolg gefeiert. Im Jahr 2025 hat das Institut bereits mit seiner Schnellladetechnologie MEDUSA beim Preis triumphiert (wir berichteten). Nun hat es auch das AIT-Forschungsprojekt „Voltera“ zu einem Award gebracht. Die AI-Stromnetzlösung gewann beim Houskapreis 2026 in der Kategorie „Außeruniversitäre Forschung“.

Voltera analysiert Zustand von Stromnetzen in Echtzeit

Den Houskapreis hat die B&C Privatstiftung im Jahr 2005 ins Leben gerufen. Der Award gilt als größter privater Preis für anwendungsnahe Forschung in Österreich. Ausgezeichnet werden Projekte mit hoher Innovationskraft und klar erkennbarem wirtschaftlichem Nutzen. Ziel ist es, exzellente Forschung sichtbar zu machen und den Innovationsstandort Österreich nachhaltig zu stärken. Die diesjährige Verleihung des Houskapreises fand am Dienstag im MuseumsQuartier in Wien statt.

Angesichts des rasanten Ausbaus von Photovoltaik, Wärmepumpen, Batteriespeichern und Elektrofahrzeugen stehen insbesondere Niederspannungsnetze zunehmend unter Druck. Voltera setzt genau hier an: Das System analysiert in Echtzeit den Zustand von Stromnetzen. Es berechnet dynamisch, wie viel Energie man sicher aufnehmen oder abgeben kann. Dadurch lassen sich erneuerbare Energien effizient integrieren, ohne die Stabilität der Netze zu gefährden.

„Grundlage für sicheres, flexibles und nachhaltiges Energiesystem“

Kern der Technologie ist die Kombination aus deterministischer Netzberechnung und AI. Auch in Bereichen ohne direkte Messinfrastruktur kann Voltera den Netzzustand präzise rekonstruieren. Damit soll es möglich sein, optimale Betriebsgrenzen für Anlagen wie Photovoltaik-Systeme oder Batteriespeicher abzuleiten. In realen Anwendungen war es laut AIT möglich, die Spannungsstabilität deutlich zu verbessern und Netzungleichgewichte zu reduzieren.

„Mit Voltera zeigen wir, wie datengetriebene Methoden und physikalisches Systemverständnis zusammenwirken können, um die Energiewende aktiv zu ermöglichen. Unser Ziel ist es, Netzbetreibern ein Werkzeug an die Hand zu geben, das nicht nur präzise Analysen liefert, sondern auch unmittelbar in den Betrieb integriert werden kann. Damit schaffen wir die Grundlage für ein sicheres, flexibles und nachhaltiges Energiesystem“, sagt Projektleiter Bharath Varsh Rao.

AIT gewinnt Houskapreis 2025 mit Schnellladetechnologie MEDUSA

Houskapreis 2026 auch für AIT-Projekt Green Manikin

Das AIT Austrian Institute of Technology war als Projektkoordinator maßgeblich an der Entwicklung von Voltera beteiligt und verantwortete die Konzeption sowie Umsetzung zentraler Analyse-, Optimierungs- und KI-Methoden.

„Projekte wie Voltera zeigen, wie wir Forschung gezielt in konkrete Anwendungen für die Energieinfrastruktur überführen. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag für ein leistungsfähiges, resilienteres Energiesystem in Europa – und schaffen gleichzeitig ein Umfeld, in dem Spitzenforschung und attraktive Arbeitsplätze Hand in Hand gehen“, so Brigitte Bach, Geschäftsführerin und Sprecherin der Geschäftsführung des AIT.

Neben Voltera erhielt ein weiteres AIT-Projekt eine Auszeichnung beim Houskapreis 2026. Green Manikin erreichte den dritten Platz in der Kategorie Außer-universitäre Forschung. Das Startup bietet eine Mixed-Reality-Trainingslösung für die Erste-Hilfe- und Notfallausbildung. Die Technologie verbindet reale medizinische Handgriffe mit immersiven digitalen Einsatzszenarien und ermöglicht dadurch besonders realitätsnahe Trainings.

Die anderen Gewinner des Houskapreises 2026 waren das Linzer Startup sendance, das Sensoren entwickelt, die sich nahtlos in Oberflächen integrieren lassen (Kategorie: Forschung & Entwicklung in KMU), sowie das Team der TU Wien unter der Leitung von Helmut Riedl‑Tragenreif mit mikrometerdünnen Hochtemperatur‑Beschichtungen, die Turbinenbauteile widerstandsfähiger machen und ihre Lebensdauer erhöhen (Kategorie: Hochschulforschung).

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