LegalTech

Alawyer startet in Österreich als europäische Rechts-KI

Wolfgang Deutschmann, Gründer und Geschäftsführer von Alawyer © Alawyer
Wolfgang Deutschmann, Gründer und Geschäftsführer von Alawyer © Alawyer

Das Grazer LegalTech-Startup Alawyer hat es sich zum Ziel gemacht, den Zugang zum Recht zu demokratisieren. Mithilfe von künstlicher Intelligenz soll es besonders für Privatpersonen leichter werden, Recherche zu komplexen Rechtsthemen zu betreiben. Die AI übersetzt selbst schwierige Inhalte in eine klare, nachvollziehbare Sprache.

Alawyer hilft auch Laien in Rechtsfragen

Alawyer recherchiert auf Grundlage von Gesetzen, Gerichtsentscheidungen, Fachliteratur und anderen offiziellen Quellen wie dem Grundbuch oder dem Firmenbuch. Dabei folgt die AI derselben juristischen Methodik, die auch Jurist:innen bei der rechtlichen Recherche anwenden. Die Anwendung soll Inhalte verständlich und nachvollziehbar aufbereiten, sodass den Antworten auch Laien folgen können. Die Überprüfung der KI-generierten Texte durch eine Expert:in sei dennoch notwendig, da Alawyer weder Rechts- noch Steuerberatung erbringt.

„Alawyer ist bewusst nicht nur für Jurist:innen entwickelt und soll auch keinesfalls Anwält:innen oder Steuerberater:innen ersetzen. Im Gegenteil, die KI wurde mit rund 200 Expert:innen entwickelt: Schon jetzt gehören viele von ihnen zu unseren allerersten User:innen und profitieren selbst von dem Paradigmenwechsel im Rechtsbereich“, sagt Wolfgang Deutschmann, Gründer und Geschäftsführer von Alawyer.

Verfügbar ist Alawyer ab sofort mit Gesetzen und Gerichtsentscheidungen aus elf Ländern. Neben Österreich und Deutschland zählen Frankreich, Italien, Spanien, die Niederlande, Polen, Tschechien, Schweden, Dänemark und Finnland mit dazu. In den kommenden Monaten wird die App von Alawyer für Nutzer:innen aus all diesen Ländern verfügbar sein. Der Rest der EU folgt bis zum Jahresende.

KI strukturiert rechtliche Informationen

Rechtliche Risiken entstehen nicht immer offensichtlich, sondern entwickeln sich schleichend. Eine frühzeitige Recherche nach relevanten Gesetzen, Gerichtsentscheidungen und Literatur kann in vielen Fällen schnell Klarheit schaffen. Alawyer hilft dabei, diese rechtlichen Informationen zu strukturieren und zugänglich zu machen.

Die KI unterstützt beispielsweise bei Recherchen im Grundbuch oder Firmenbuch, bei Vertragsanalysen oder bei der Aufbereitung von Quellen zu komplexen Rechtsfragen. Privatpersonen erhalten zudem den Hinweis, für rechtliche Beratung unbedingt Expert:innen hinzuziehen. Sie können den Chat samt Quellen direkt mit diesen teilen.

Bei seiner App setzt Alawyer nicht auf pauschale monatliche Fixpreise, sondern auf ein Credit-basiertes Modell. Nutzer:innen laden ein Guthaben auf und verbrauchen es anteilig pro Abfrage. Dadurch sollen sie nur für die tatsächliche Nutzung bezahlen. Zum Ausprobieren stehen kostenlose Credits pro Monat über den Free-Plan zur Verfügung. Für Unternehmen gibt es darüber hinaus eigene Abo-Modelle, Budgetfunktionen sowie die Möglichkeit, Alawyer in ihre bestehenden Software-Anwendungen zu integrieren.

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Rechtliche Intelligenz – für alle zugänglich

„Unser Anspruch ist klar: Jeder Mensch soll sich schnell und einfach bei Rechtsfragen orientieren können. In Österreich, in der EU, in Europa – mit Alawyer wird rechtliche Intelligenz für alle zugänglich“, so Wolfgang Deutschmann.

Das Unternehmen, das mit rund 1,5 Millionen Euro unter anderem durch die EU sowie das italienische Wirtschafts- und Finanzministerium gefördert wurde, verfolgt dabei einen klar europäischen Ansatz und richtet seinen Blick weit über nationale Grenzen hinaus.

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