Wien

Bitpanda Enterprise bündelt institutionelles Krypto-Geschäft unter neuer Marke

Für Millenials und die Gen Z sind Kryptowährungen ein deutlich attraktiveres Anlage-Asset als für Generationen ab 44 Jahren. © Bitpanda
Für Millenials und die Gen Z sind Kryptowährungen ein deutlich attraktiveres Anlage-Asset als für Generationen ab 44 Jahren. © Bitpanda
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Die Wiener Krypto-Plattform Bitpanda hat am heute die Einführung von Bitpanda Enterprise bekannt gegeben. Unter dieser neuen Marke fasst das Unternehmen seine gesamten institutionellen Dienstleistungen zusammen, die bisher unter der Bezeichnung Bitpanda Technology Solutions liefen. Die Neuausrichtung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem das B2B-Geschäft für Krypto-Plattformen wieder an Bedeutung gewinnt.

Strategische Neuausrichtung im schwierigen Marktumfeld

Im aktuellen Bärenmarkt für Kryptowährungen verschiebt sich der Fokus vieler Anbieter vom Privatkundengeschäft hin zu institutionellen Lösungen. Während das Handelsvolumen von Privatkunden in schwachen Marktphasen typischerweise zurückgeht, bietet das B2B-Geschäft stabilere Einnahmequellen durch langfristige Partnerschaften mit Finanzinstituten. Bitpanda reagiert mit der Bündelung seiner institutionellen Angebote auf diese Marktdynamik.

CEO Lukas Enzersdorfer-Konrad begründet den Schritt mit den Anforderungen des institutionellen Marktes:

„Der institutionelle Markt braucht keine weiteren fragmentierten Einzellösungen. Er braucht einen umfassenden, integrierten Technologie-Stack. Mit Bitpanda Enterprise beenden wir die Komplexität der Zusammenarbeit mit mehreren Anbietern, indem wir alle zentralen Bausteine der digitalen Asset-Infrastruktur an einem Ort bündeln.“

Sechs Kernbereiche der neuen Plattform

Bitpanda Enterprise vereint verschiedene Dienstleistungen für professionelle Kunden in einem integrierten System. Die Plattform richtet sich an Tradingfirmen, Broker, Asset Manager, Family Offices, Fintechs und Unternehmenskunden. Das Angebot umfasst folgende Bereiche:

  • Investment-as-a-Service: API-basierte Infrastruktur für Finanzmarken mit Privatkunden
  • Institutionelle Verwahrung: Regulierte Aufbewahrungslösungen für digitale Vermögenswerte
  • Liquidität: Handelsausführung und Abwicklung für professionelle Großhändler
  • Zahlungslösungen: Krypto- und Stablecoin-Zahlungsinfrastruktur für B2B und B2C
  • Stablecoin-Management: System für Emission und Verwaltung eigener Stablecoins
  • Asset-Tokenisierung: Infrastruktur für die Digitalisierung traditioneller Vermögenswerte

Bestehende Partnerschaften als Grundlage

Bitpanda kann bei der Neupositionierung auf mehr als fünf Jahre Erfahrung im B2B-Bereich zurückgreifen. Über seine institutionellen Partnerschaften ermöglicht das Unternehmen bereits Endkunden in der EU, Großbritannien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Lateinamerika den Zugang zu digitalen Assets.

Zu den bestehenden Partnern zählen etablierte Finanzinstitute wie Société Générale, die Deutsche Börse Group, ausgewählte Raiffeisenbanken, die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW), RAKBANK und Onda Finance. Diese Kooperationen bilden die Basis für die weitere Expansion im institutionellen Segment.

Fokus auf Compliance und Skalierbarkeit

Bei der Ausgestaltung von Bitpanda Enterprise legt das Unternehmen nach eigenen Angaben besonderen Wert auf Compliance, Transparenz und Skalierbarkeit. Diese Schwerpunkte sollen Finanzinstitute dabei unterstützen, regulatorische Anforderungen zu erfüllen und gleichzeitig ihre digitalen Asset-Fähigkeiten auszubauen.

Die modulare Infrastruktur ermöglicht es Partnern, einzelne Komponenten je nach Bedarf zu nutzen oder das gesamte Ökosystem zu integrieren. Dieser Ansatz soll die Einstiegshürden für traditionelle Finanzinstitute senken, die bisher vor der Komplexität der Zusammenarbeit mit mehreren spezialisierten Anbietern zurückschreckten.

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