Österreich

CO2-Preis macht Tanken und Heizen ab Samstag teurer

Tanken. © Wassim Chouak on Unsplash
Tanken. © Wassim Chouak on Unsplash

Noch haben nicht alle Österreicher:innen den Klimabonus von 500 Euro erhalten, doch eine weitere große Maßnahme der ökosozialen Steuerreform kommt bereits morgen zu tragen. Denn ab dem 1. Oktober 2022 gilt in Österreich ein Preis von 30 Euro je Tonne CO2. Das macht sich im Alltag dann bereits ab Samstag spürbar vor allem an der Tankstelle bemerkbar. Grundsätzlich soll eine CO2-Steuer dafür sorgen, dass Privatpersonen wie Unternehmen langfristig auf andere Energiequellen umsteigen und somit Lenkungseffekt haben.

Kurzfristig sieht es aber so aus: Laut dem Autofahrer-Club ARBÖ kostet Treibstoff um gut acht Cent pro Liter mehr. „Für eine Tankfüllung bei einem Kraftfahrzeug mit 50-Liter-Tank müssen dann mindestens um vier Euro mehr bezahlt werden“, heißt es in einer Aussendung. Der nächste Preissprung ist dann am 1. Jänner 2023 zu erwarten. Generell ist geplant, den CO2-Preis bis 2025 auf 55 Euro je Tonne steigen zu lassen.

Obwohl im Vorfeld immer wieder (auch durch Finanzminister Magnus Brunner, ÖVP) diskutiert wurde, ob die CO2-Steuer on top der ohnehin stark gestiegenen Energiepreise sinnvoll sei, hält die Regierung daran fest. „Ich glaube, man muss sich die Situation im Oktober dann aber schon noch einmal anschauen, weil wir einfach momentan in anderen Zeiten leben. Jetzt stehe ich selbstverständlich zur ökosozialen Steuerreform. Aber es muss schon erlaubt sein, gewisse Maßnahmen in Zeiten wie diesen zu hinterfragen. Es kann aber auch sein, dass wir die CO2-Bepreisung einführen und uns eine andere Entlastungsmaßnahme überlegen“, so Brunner im Interview mit Trending Topics.

Klimaforschende: „CO2-Preis deutlich zu niedrig angesetzt“

Kritik und Forderungen

Welche weiteren Entlastungsmaßnahmen es geben könnte, dazu haben manche bereits konkrete Ideen. Die Gewerkschaft zum Beispiel. Die fordert eine Erhöhung des Kilometergeldes für jene, die mit dem Auto in die Arbeit fahren. „Wer beruflich den eigenen PKW für den Arbeitgeber einsetzt, muss dafür eine angemessene Entschädigung bekommen. Wir fordern daher umgehend eine Erhöhung des Kilometergeldes auf € 0,60 pro Kilometer“, heißt es.

Die SPÖ will einen Gaspreisdeckel sehen und kritisiert die CO2-Bepreisung. „Die Regierung ist Inflationstreiberin. Durch die zusätzliche Belastung der CO2-Steuer wird das Heizen um 150 bis 200 Euro teurer“, heißt es. Auch die Oppositionspartei FPÖ wettert gegen den CO2-Preis, hat aber keinen konkreten Lösungsvorschlag. Umweltschützer.Innen hingegen haben in der Vergangenheit den CO2-Preis von 30 Euro je Tonne als zu niedrig kritisiert (mehr dazu hier).

30 Euro/Tonne: Umweltschützer:innen kritisieren niedrigen CO2-Preis

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