conmeet: Handwerks-Software-Startup sichert sich 1,3 Mio. Euro
Das deutsche Startup conmeet, das eine All-in-One-Plattform für prozessorientierte Bau- und Handwerksunternehmen entwickelt, konnte sich in einer Pre-Seed-Finanzierung 1,3 Millionen Euro sichern. Seit einigen Monaten arbeiten erste Handwerks- und Bauunternehmen mit der Plattform. Die frische Finanzierung wird conmeet nutzen, um die Markteinführung zu beschleunigen und das Team in den Bereichen Vertrieb, Marketing und Produktentwicklung zu verstärken.
conmeet-Gründer in Handwerk erfahren
Lead-Investor bei der Runde ist der Venture-Capital-Fonds May Ventures. Die drei Gründer, die das Startup über zwei Jahre eigenfinanziert aufgebaut haben, beteiligen sich zusätzlich mit Eigenkapital an der Runde.
conmeet will sich von anderen Anbietern dadurch unterscheiden, dass die Gründer im Handwerksbereich viel Erfahrung mitbringen. CEO Benedikt Kisner war nicht nur im IT-Bereich unternehmerisch tätig, sondern hat auch im Handwerk einen Betrieb mit skaliert. COO Lennart Eckerlein gründete selbst einen Dachdeckereibetrieb, baute ihn erfolgreich auf und verkaufte ihn an einen Marktbegleiter. CTO Leandro Ananias verantwortet die technologische Umsetzung.
Startup entwickelt zentrale Datenbasis
„Wir haben selbst erlebt, wie schwierig es ist, einen wachsenden Betrieb mit den verfügbaren Softwarelösungen professionell zu steuern“, erklärt Benedikt Kisner. „Entweder arbeitet man mit einem Flickenteppich aus verschiedenen Tools, oder man investiert sehr viele Monate in die Einführung schwerfälliger Produkte, die Prozesse zwar abbilden, aber nicht wirklich optimieren.“
conmeet verbindet CRM, ERP, Projektmanagement, Controlling und Banking auf einer zentralen Datenbasis. Das System erfasst Daten und nutzt sie durchgängig in allen Bereichen, vom Angebot über die Materialverfolgung bis zur Rechnung. Das soll Doppelarbeit eliminieren, Fehler reduzieren und durchgängige Transparenz schaffen.
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AI-Agenten sollen zunehmend Routineaufgaben übernehmen
Eine besondere Stärke von conmeet soll in der unternehmensübergreifenden Zusammenarbeit liegen. Subunternehmer:innen, Nachunternehmer:innen und Projektpartner lassen sich direkt in die Projektabwicklung einbinden. Dabei erhalten sie kontrollierte Zugriffsrechte, gemeinsame Bautagebücher und integriertes Mängelmanagement. Das reduziere den Koordinationsaufwand erheblich und sorge für rechtssichere Dokumentation.
„In unserer Branche arbeitet man ständig mit verschiedenen Partnern zusammen. conmeet macht diese Zusammenarbeit endlich strukturiert und nachvollziehbar“, sagt Lennart Eckerlein. „Statt E-Mail-Ping-Pong und Telefonaten haben alle Beteiligten Zugriff auf die relevanten Projektinformationen – ohne separate Systeme.“
Langfristig plant conmeet, die Plattform durch intelligente KI-Agenten zu erweitern, die zunehmend Routineaufgaben übernehmen und Geschäftsprozesse eigenständig steuern können. Parallel soll ein Ökosystem entstehen, das die gesamte Wertschöpfungskette der Immobilienwirtschaft verbindet. So soll eine durchgängige digitale Plattform von der Planung über den Bau bis zum Betrieb der Immobilie entstehen.
