Lystio: Wiener Immobilien-Startup holt 500.000 Euro – auch Silicon-Valley-Investoren an Bord
Trending Topics auf Google als bevorzugte Nachrichtenquelle festlegen.
Das Wiener Immobilien-Startup Lystio hat eine Finanzierungsrunde über 500.000 Euro abgeschlossen. Neben österreichischen Geldgebern beteiligen sich internationale Business Angels aus dem Silicon Valley – darunter ein ehemaliger Google-Mitarbeiter. Die vier Gründer Philipp Attensam, Constantin Weiland, Mikail Celik und Stefan Wagner nutzen das Kapital für den Ausbau ihres KI-basierten Immobilienportals, insbesondere in die Weiterentwicklung des Suchalgorithmus.
Lystio will das klassische „Pay-to-Rank“-Modell etablierter Immobilienplattformen durchbrechen: Statt bezahlter Platzierungen soll ein neuer Algorithmus Inserate ausschließlich nach ihrer tatsächlichen Relevanz für Suchende sortieren. Die Technologie befindet sich aktuell in der Testphase.
30 Millionen Views als Wachstumsmotor
Lystio setzt parallel zur Produktentwicklung auf Content-Marketing. Das Startup verzeichnet über 30 Millionen Videoaufrufe auf Social Media und mehr als 30.000 Follower. Heute nutzen über 40.000 Menschen das Portal monatlich, um Immobilien zu entdecken und Anfragen zu stellen. „Wir haben früh verstanden, dass Distribution heute über Content entsteht“, sagt Mitgründer Constantin Weiland. „Durch unseren Content- und Creator-first-Ansatz konnten wir schnell eine eigene Reichweite aufbauen und daraus direkte Nachfrage für unser Portal entwickeln.“
Auch die Angebotsseite wuchs rasant: Seit dem Launch im März 2025 stieg die Zahl der aktiven Inserate von rund 4.000 auf über 50.000. Das Angebot umfasst Miet- und Eigentumswohnungen, Häuser, Neubauprojekte sowie Gewerbeimmobilien, Grundstücke und Stellplätze. Dieses Wachstum basiert auf direkten Partnerschaften mit Maklern, Bauträgern, Unternehmen und privaten Anbietern. „Unser Ziel ist es, langfristig die beste Plattform für Nutzer und Partner zu bauen“, so Co-Founder Philipp Attensam.
KI gegen strukturelle Ineffizienzen
Der europäische Markt für Immobilienportale zählt zu den größten digitalen Märkten mit Milliardenumsätzen und starken Netzwerkeffekten. Gleichzeitig bestehen laut Lystio strukturelle Ineffizienzen, die Raum für neue, technologiegetriebene Plattformen schaffen. Lystio nutzt künstliche Intelligenz, um Suche, Inseratsqualität und interne Prozesse zu verbessern. „Wir investieren konsequent in Produktqualität, Performance und nachhaltiges Wachstum“, sagt Mitgründer Mikail Celik.
Das Jungunternehmen verfolgt ein kostenloses Basismodell mit optionalen Premiumfunktionen für Anbieter, um Angebot und Nachfrage effizient zu skalieren. Mit der abgeschlossenen Finanzierung will Lystio seine Marktposition in Österreich weiter ausbauen und die Grundlage für eine Expansion in weitere europäische Märkte schaffen.
Lystio will 2025 zu den Top 3 der meistgenutzten Immobilienportale in Österreich gehören
