Evrvest: Vorarlberger Startup pitcht die modulare Gewichtsweste für den Fitness-Markt
Im Bereich Functional Training, Ausdauersport und Crossfit gehört das Training mit Zusatzgewichten für viele Athlet:innen zur Tagesordnung. Doch wer schon einmal mit einer klassischen Gewichtsweste gelaufen ist oder dynamische Übungen absolviert hat, kennt das Problem: Die Westen wackeln, scheuern und stören oft den natürlichen Bewegungsablauf. Das Vorarlberger Startup „Evrvest“ will diesen Markt nun mit einem grundlegend überarbeiteten Design aufmischen. In der 8. Folge der Startup-Show „2 Minuten 2 Millionen“ präsentieren die Gründer Fabian und Maximilian ihre High-Performance-Weste der Investoren-Jury.
Modulares System im Kompressions-Fit
Entstanden ist die Idee aus der eigenen Frustration der Gründer beim Extremsport. Das erklärte Ziel von Evrvest war es, eine Gewichtsweste zu entwickeln, die den Körper in seiner Bewegung nicht einschränkt. Die Lösung der Vorarlberger erinnert optisch und haptisch eher an ein eng anliegendes Kompressionsshirt als an herkömmliches Trainingsequipment. Durch ein eigens entwickeltes Verschlusssystem (Drehverschluss) an den Seiten lässt sich die Weste stufenlos anpassen, sodass sie selbst bei hoher Belastung wie eine zweite Haut am Körper bleibt.
Zudem setzt das Startup auf ein voll modulares Gewichtssystem: Ergonomisch geformte V-Gewichte verteilen die Last gleichmäßig auf Brust, Bauch sowie den oberen und unteren Rücken. Das System erlaubt es den Trainierenden, das Zusatzgewicht in angenehmen 0,5-Kilo-Schritten von einem Basisgewicht bis hin zu 30 Kilogramm präzise zu skalieren. Damit bedient Evrvest zielgenau das sportwissenschaftliche Prinzip des „Progressive Overload“, also der stetigen und kontrollierten Leistungssteigerung.
Premium-Equipment als Herausforderung für Investoren
Der Markt für Fitness-Ausrüstung ist äußerst kompetitiv. Physische Produkte erfordern zudem eine kapitalintensive Produktion, hohe Kosten für Spezialmaterialien sowie ein komplexes Bestandsmanagement. Um das gewünschte Investment zu erhalten, müssen die beiden Gründer beweisen, dass sich ihre Premium-Gewichtsweste zu wettbewerbsfähigen Preisen und mit einer gesunden Marge produzieren lässt. Die Herausforderung für das Startup liegt nun darin aufzuzeigen, wie das Produkt über gezielte D2C-Marketingstrategien (Direct-to-Consumer) und potenzielle B2B-Partnerschaften mit Fitness-Studios zu einem international skalierbaren Geschäftsmodell heranwachsen kann.