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Google lockt ChatGPT- und Claude-User zum Wechsel zu Gemini

Google Gemini on desktop. © Google / Canva
Google Gemini on desktop. © Google / Canva

Google hat für seine KI-Anwendung Gemini eine Reihe neuer Funktionen angekündigt, die gezielt darauf ausgerichtet sind, Nutzerinnen und Nutzer anderer KI-Dienste wie ChatGPT von OpenAI oder Claude von Anthropic zum Wechsel zu bewegen. Im Mittelpunkt stehen dabei Personalisierungsfunktionen sowie praktische Import-Werkzeuge, die einen möglichst reibungslosen Umstieg ermöglichen sollen.

Wie berichtet, hat bereits Anthropic für Claude ein ähnliches Import-Tool eingeführt. Man wollte damals den Schwung nach dem Rückschlag für OpenAI im Zuge des Pentagon-Deals mitnehmen, um möglichst viele User die Seite wechseln zu lassen.

Personalisierung als zentrales Argument

Mit der neuen Funktion „Gemerkte Informationen“ soll Gemini künftig aus vergangenen Unterhaltungen lernen und Nutzervorlieben dauerhaft speichern. Die Idee dahinter: Je länger jemand den Dienst nutzt, desto relevanter und persönlicher sollen die Antworten werden. Google beschreibt das Ziel als einen Assistenten, der sich „mit euren Bedürfnissen weiterentwickelt, anstatt Einheitsantworten zu liefern“.

Die Funktion ist standardmäßig aktiviert, kann aber in den Einstellungen jederzeit deaktiviert werden. Nutzerinnen und Nutzer behalten laut Google die volle Kontrolle über ihre gespeicherten Daten und können Unterhaltungen jederzeit löschen.

Direkte Ansprache der Wechselwilligen

Besonders auffällig ist, dass Google in seiner Ankündigung explizit auf die Hemmschwelle eingeht, die ein Wechsel zwischen KI-Diensten mit sich bringt. Das Unternehmen räumt ein, dass ein Neuanfang mit einem Assistenten, der einen nicht kennt, „entmutigend wirken“ kann, und positioniert seine neuen Wechsel-Tools als direkte Antwort auf dieses Problem.

„Wir glauben, dass der hilfreichste KI-Assistent einer ist, der auf euch persönlich zugeschnitten ist und eure Vorlieben und vergangenen Unterhaltungen versteht.“

Mit dieser Argumentation richtet sich Google klar an Nutzerinnen und Nutzer, die bereits Erfahrungen mit Konkurrenzprodukten gesammelt haben und deren angesammelten Kontext nicht verlieren möchten.

Zwei konkrete Werkzeuge für den Umstieg

Google stellt zwei separate Import-Funktionen bereit, die den Wechsel von anderen KI-Plattformen erleichtern sollen:

  • Erinnerungs-Import: Nutzerinnen und Nutzer können gespeicherte Vorlieben, persönliche Informationen und Kontextdaten aus anderen KI-Apps in Gemini übertragen. Dazu wird ein vorgefertigter Prompt in die bisherige App eingefügt, die daraufhin eine Zusammenfassung der gespeicherten Informationen generiert. Diese Zusammenfassung wird anschließend in Gemini importiert.
  • Chat-Verlauf-Import: Über den Upload einer ZIP-Datei können vollständige Gesprächsverläufe aus anderen KI-Diensten in Gemini eingebunden werden. Nutzerinnen und Nutzer können diese Verläufe dann direkt in Gemini durchsuchen und darauf aufbauen.

Beide Funktionen sollen in den kommenden Wochen schrittweise für alle Privatnutzer-Konten verfügbar werden und sind dann über die Einstellungen der Gemini-App zugänglich.

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