Innsbruck installiert mit Startup Sundo smarte Sonnencreme-Spender
Land Tirol, Stadt Innsbruck und der Alpenzoo starten eine gemeinsame Initiative für kostenlosen UV-Schutz im öffentlichen Raum. Ab sofort stehen an drei stark frequentierten Standorten in Innsbruck (Landhausplatz, Marktplatz und Alpenzoo) moderne Sonnencremespender des belgischen Startups Sundo bereit. Die Geräte zeigen den aktuellen UV-Index, Temperaturwerte sowie Informationen zu UVA- und UVB-Strahlung an.
Sundo bietet smarte Sonnencremespender
Das Projekt läuft vorerst drei Jahre lang von April bis September und ist Teil der Tiroler Klima- und Nachhaltigkeitsstrategie. „Öffentliche Plätze müssen gerade in Zeiten zunehmender Hitze möglichst gut nutzbar und sicher bleiben. Mit den neuen Sonnencremespendern setzen wir am Landhausplatz und weiteren stark frequentierten Orten einen einfachen, niederschwelligen Schritt für mehr Gesundheitsvorsorge im öffentlichen Raum“, erklärt LHStv Philip Wohlgemuth.
Sundo übernimmt die technische Umsetzung. Die Jungfirma aus Belgien bietet europaweit smarte Sonnencremespender an. Die verwendete Creme verfügt über Lichtschutzfaktor 30, ist hypoallergen, wasserfest und frei von Parabenen. Durch das Nachfüllsystem verzichtet das System auf Einwegverpackungen und erzeugt laut Hersteller rund 200-mal weniger Abfall als vergleichbare Mengen in Einzelpackungen.
Innsbruck kämpft mit zunehmenden Hitzetagen
Gesundheitslandesrätin Cornelia Hagele betont die Dringlichkeit der Maßnahme: „Rund 20 Prozent der Tiroler:innen entwickeln im Laufe des Lebens eine Form von Hautkrebs. Gleichzeitig nehmen die Hitzetage zu und wir unterschätzen die Sonneneinstrahlung vielfach noch immer.“ Die Spender sollen Bewusstsein schaffen und einen niederschwelligen Zugang zu wirksamem Sonnenschutz bieten.
Alpenzoo-Direktor André Stadler sieht darin einen wichtigen Mehrwert für Besucher aus dem In- und Ausland: „Der kostenlose Sonnenschutz ist ein zusätzlicher Service, der hilft, Risiken vorzubeugen und auf die eigene Gesundheit zu achten.“
In Innsbruck stiegen Tage mit Temperaturen über 30 Grad von durchschnittlich neun Tagen zwischen 1961 und 1990 auf mehr als 30 Hitzetage im Jahr 2025. Stadträtin Janine Bex unterstreicht die Brisanz: „Innsbruck zählte in den letzten Jahren sogar mehrfach zu den Hitze-Hotspots in Österreich.“
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Trinkwassermapping informiert über Brunnen-Standorte
Der Hitzeschutzplan des Landes informiert bei länger andauernden Hitzeperioden gezielt Pflegeeinrichtungen, Krankenhäuser, mobile Pflegedienste, Schulen, Kinderbetreuungseinrichtungen sowie Gemeinden und Einsatzorganisationen.
Ergänzend zum Sonnenschutz hat das Land Tirol vor einem Jahr das landesweite Trinkwassermapping präsentiert. Die interaktive Karte verzeichnet mittlerweile knapp 1.600 öffentliche Trinkwasserbrunnen in allen Bezirken.
Das Mapping hilft insbesondere an heißen Tagen, mit einem Klick den nächstgelegenen Trinkwasserbrunnen zu finden. Zukünftig soll das Trinkwassermapping auch als App-Anwendung auf Smartphones erhältlich sein. Die Initiative reiht sich in ein ganzes Bündel an Schutzmaßnahmen gegen Hitze ein.

