EDISON 2026: Oberösterreich prämiert Startups von Krebsfrüherkennung bis KI-Hausverwaltung
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Oberösterreich hat am Donnerstag erneut die besten Gründungs- und Innovationsprojekte des Landes ausgezeichnet. Bei der EDISON 2026-Preisverleihung in Linz verteilte tech2b Preisgelder von rund 50.000 Euro an Startups aus den Bereichen MedTech, GreenTech, HighTech und Social Innovation.
Award macht Innovationen sichtbar
„Aus guten Ideen entstehen neue Unternehmen, neue Arbeitsplätze und neue Chancen für die Menschen in Oberösterreich“, sagte Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner. Der Ideenwettbewerb richtet sich an Gründer:innen, die innovative Geschäftsmodelle entwickeln.
Die prämierten Projekte zeigen die Bandbreite der oberösterreichischen Startup-Szene. Achleitner unterstrich die wirtschaftspolitische Dimension: „Zukunft passiert nicht einfach – wir können sie gestalten. Dafür brauchen wir Menschen, die neue Ideen entwickeln, den Mut zur Umsetzung haben und daraus erfolgreiche Unternehmen machen.“
Der EDISON soll Innovationen sichtbar machen, ihre Weiterentwicklung unterstützen und die Gründungsdynamik im Bundesland stärken. Neben den Kategoriepreisen wurden auch der EDISON ChangeMaker für erfolgreich skalierte Unternehmen und der EDISON ALVA für herausragende Corporate-Startup-Kooperationen vergeben.
Die Gewinner des EDISON 2026
In der Kategorie MedTech überzeugte Wholomics aus Ried im Innkreis mit einem Bluttest zur Früherkennung mehrerer Krebsarten. Das Startup kombiniert Metabolomik mit Künstlicher Intelligenz, um stoffwechselbedingte Veränderungen im Blut zu analysieren und frühzeitig Hinweise auf Krebs zu erkennen.
Den ChangeMaker-Preis holte sich Diamens aus Linz, das einen nicht-invasiven Test zur Endometriose-Erkennung auf Basis von Menstruationsblut entwickelt hat. Die Lösung soll die oft jahrelange Wartezeit bis zur Diagnose verkürzen.
Im HighTech-Bereich gewann Flatwise aus Linz mit einer KI-gestützten Plattform für Immobilienverwaltung, die Prozesse wie Dokumentenmanagement, Fristenkontrolle und Mieterkommunikation automatisiert.
Die GreenTech-Auszeichnung ging an PrintReClaim aus Gmunden, das eine kompakte Recyclinganlage entwickelt hat, die Kunststoffabfälle direkt vor Ort zu hochwertigem 3D-Druck-Filament verarbeitet. In der Pionier-Kategorie setzte sich bloomnow aus dem Bezirk Urfahr-Umgebung durch: Die digitale Plattform verbindet Familien mit neurodivergenten Kindern mit wissenschaftlich fundiertem Wissen und passenden Experten.
Der EDISON ALVA würdigte die Kooperation zwischen dem Fensterhersteller Internorm und dem KI-Startup QUOMATIC.AI aus Traun. Gemeinsam entwickeln die beiden Firmen KI-Lösungen für Kundenberatung, Vertriebsunterstützung und Prognosemodelle.
„Sprungbrett für Gründer:innen“
Die Gewinner:innen sollen neben den Preisgeldern zusätzliche Sichtbarkeit, wertvolle Kontakte und gezielte Unterstützung bei der Weiterentwicklung ihrer Ideen erhalten. Landesrat Achleitner hob hervor: „Jede erfolgreiche Unternehmensgründung beginnt mit einer guten Idee – und mit Menschen, die den Mut haben, daraus etwas zu machen. Diesen Mut wollen wir stärken.“
„Der EDISON ist weit mehr als ein Ideenwettbewerb. Er ist ein Sprungbrett für Gründer:innen und ein wichtiger Baustein im oberösterreichischen Innovationsökosystem“, so Lukas Keplinger, Geschäftsführer von tech2b. Sponsoren wie Sparkasse OÖ, Siemens, GE HealthCare, die Wirtschaftskammer und PIER 4 unterstützen die Initiative, die Startups eine Bühne gibt und das regionale Innovationsökosystem stärkt.

