Ankündigung

Musk versucht stagnierendes Macrohard-Projekt mit Tesla-Kooperation wiederzubeleben

Elon Musk. © World Economic Forum
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Elon Musk hat ein gemeinsames KI-Projekt zwischen seinem Elektroautobauer Tesla und dem KI-Startup xAI angekündigt. Die Initiative soll das ins Stocken geratene Macrohard-Projekt von xAI neu beleben, ein augenzwinkernder Seitenhieb auf Microsoft, der nun durch die Zusammenarbeit mit Tesla frischen Wind bekommen soll. Die Ankündigung erfolgt vor dem Hintergrund, dass xAI zuvor mit SpaceX verschmolzen wurde und das ursprüngliche Macrohard-Projekt zuletzt erhebliche Rückschläge erlitten hatte.

Macrohard trifft Digital Optimus: Die neue Arbeitsteilung

Das kombinierte System baut auf einer klaren Aufgabenteilung auf. Grok, das KI-Sprachmodell von xAI, fungiert als übergeordneter „Navigator“ mit umfassendem Weltverständnis. Digital Optimus, Teslas KI-Agent, übernimmt die Echtzeit-Verarbeitung der letzten fünf Sekunden Bildschirmaktivität sowie Maus- und Tastatureingaben.

„Man kann sich Digital Optimus als den instinktiven Teil und Grok als den denkenden Teil dieses Systems vorstellen“, erklärte Musk auf seiner Plattform X.

Während Digital Optimus die unmittelbaren Aktionen ausführt, steuert Grok die strategische Richtung mit seinem tieferen Verständnis komplexer Zusammenhänge.

Kostengünstige Hardware-Kombination als Wettbewerbsvorteil

Ein zentraler Aspekt der Kooperation liegt in der Hardware-Strategie. Das System soll auf Teslas kostengünstigem AI4-Chip laufen, der auch in der Full Self-Driving Hardware 4 zum Einsatz kommt und nur 650 US-Dollar kostet. Ergänzt wird dies durch eine „vergleichsweise sparsame Nutzung“ der deutlich teureren xAI-Nvidia-Hardware.

Diese Kombination soll das System nicht nur wirtschaftlich konkurrenzfähig machen, sondern auch als einziges echtzeitfähiges intelligentes KI-System positionieren. Musk betont, dass das Projekt prinzipiell in der Lage sei, die Funktionen ganzer Softwareunternehmen zu emulieren. Daher auch der Name Macrohard, eine spielerische Anspielung auf Microsoft.

Hintergrund: Macrohard in der Krise

Die Neuankündigung kommt nicht zufällig. Laut einem Bericht von Business Insider war das Macrohard-Projekt, das xAI erstmals im August vergangenen Jahres vorgestellt hatte, zuletzt ins Stocken geraten. Als Gründe werden Umstrukturierungen in der Führungsriege und die Aussetzung eines Datenprojekts mit 600 externen Mitarbeitern genannt.

Die meisten xAI-Ingenieure, die an Macrohard arbeiteten, hätten das Unternehmen in den letzten Monaten verlassen oder seien in andere Teams gewechselt. Mitarbeitern sei mitgeteilt worden, dass Teile der Macrohard-Arbeiten sowie Rechenkapazität an Teslas Autopilot-Team übertragen werden sollten.

Strategische Neuausrichtung nach SpaceX-Fusion

Die Wiederbelebung von Macrohard erfolgt in einem veränderten Unternehmenskontext. Nach der Verschmelzung von xAI mit SpaceX scheint Musk nun die weitere Verzahnung seiner verschiedenen Technologieunternehmen anzustreben. Die im Januar angekündigte Investition von zwei Milliarden US-Dollar durch Tesla in xAI war bereits mit Blick auf potenzielle KI-Kooperationen erfolgt.

Musks X-Post zur Ankündigung des gemeinsamen Projekts erschien bezeichnenderweise nur wenige Stunden nach der Veröffentlichung des kritischen Business Insider-Artikels über die Probleme bei Macrohard. Dies deutet darauf hin, dass die Neupositionierung auch eine Reaktion auf die öffentlich gewordenen Schwierigkeiten darstellt.

Ambitioniertes Ziel: Unternehmensfunktionen emulieren

Die Vision hinter dem Projekt bleibt ehrgeizig. Das KI-System soll nicht nur einzelne Aufgaben automatisieren, sondern die Funktionen ganzer Softwareunternehmen nachbilden können. Der provokante Name Macrohard unterstreicht den Anspruch, etablierten Playern wie Microsoft Konkurrenz zu machen.

Ob die Kooperation mit Tesla dem stagnierenden Projekt tatsächlich neues Leben einhauchen kann, wird sich zeigen müssen. Die Kombination aus Teslas Hardware-Expertise und xAIs KI-Entwicklung könnte jedoch die notwendigen Synergien schaffen, um das ambitionierte Vorhaben doch noch zum Erfolg zu führen.

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