MyHomeRoast: Dieses Startup bringt die Kaffeerösterei in die eigenen vier Wände
Österreich ist eine absolute Kaffee-Nation, doch der Röstprozess fand bisher fast ausschließlich industriell oder in spezialisierten Manufakturen statt. Das Startup „MyHomeRoast“ will diesen Schritt nun direkt in die heimischen Küchen verlagern. In der 8. Folge der Startup-Show „2 Minuten 2 Millionen“ präsentieren die Gründer Stefan Metzenleitner und Thomas Pickhard ihren vollautomatischen Haushaltsröster der Investoren-Jury.
Frische Röstung auf Knopfdruck
Die Idee hinter dem Unternehmen ist es, das oft komplexe Handwerk des Kaffeeröstens für Endkonsument:innen zu automatisieren. Der von MyHomeRoast angebotene Röstautomat (das Gerät gibt es sehr ähnlich auch bei Alibaba) soll es ermöglichen, Rohkaffeebohnen, Kakao oder Nüsse per einfachem Knopfdruck schonend bei niedrigen Temperaturen selbst zu rösten, und zwar ohne spezielles Vorwissen. Ergänzt wird die Hardware durch einen sogenannten „Bean2Cup Blender“, mit dem sich aus den frisch gerösteten Kakaobohnen direkt Getränke oder pflanzliche Alternativen herstellen lassen.
Neben dem Aspekt der Frische zielt das Startup mit seinem Ansatz auch auf das Thema Nachhaltigkeit ab. Rohkaffee ist deutlich länger haltbar als bereits gerösteter Kaffee und benötigt keine aufwendigen, oft aluminiumbeschichteten Aromaschutzverpackungen. MyHomeRoast liefert die rohen Bohnen, die direkt von Bauern-Kooperativen bezogen werden, in umweltfreundlichen Papiersäckchen aus und will so den anfallenden Verpackungsmüll rund um den Kaffeekonsum spürbar reduzieren.
Hardware und Rohkaffee als kombiniertes Geschäftsmodell
Wirtschaftlich betrachtet setzt MyHomeRoast auf eine Kombination aus einem einmaligen Hardware-Verkauf und dem fortlaufenden Absatz von Verbrauchsgütern. Während die Produktion und Logistik der Röstmaschinen naturgemäß sehr kapitalintensiv sind, liegt der eigentliche Hebel für nachhaltiges Wachstum im wiederkehrenden Verkauf der rohen Kaffee- und Kakaobohnen. Für den langfristigen Erfolg des Startups ist es daher entscheidend, die Käufer:innen der Geräte nach der Erstanschaffung dauerhaft an das eigene Bohnen-Sortiment zu binden.
