Österreichische Staatsdruckerei erhält europäisches Patent für biometrischen Sicherheits-Barcode
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Die Österreichische Staatsdruckerei (OeSD) hat kürzlich ein wichtiges Etappenziel erreicht. Sie gab die vollständige Erteilung eines europäischen Patents für ein neuartiges Verfahren zur Absicherung persönlicher Identitätsdaten bekannt. Das Patent EP 4307152 B1 für den selbst entwickelten „Open Secure Document Biometric Barcode“ wurde im Europäischen Patentblatt veröffentlicht und ist damit international gültig. Bei Espacenet, der Datenbank des Europäischen Patentamts, ist das Patent einsehbar.
Jahrelange Entwicklung für mehr Datensicherheit
Hinter dem Patent steckt mehrjährige Forschungs- und Entwicklungsarbeit der OeSD. Entstanden ist ein Verfahren, das verschiedene Sicherheitstechnologien kombiniert und dadurch ein besonders hohes Schutzniveau erreichen soll. Es ist damit möglich, persönliche biometrische Merkmale mit einem maschinenlesbaren QR-Code zu verknüpfen, abgesichert über eine offene Ledger-Technologie. Damit will die OeSD einen neuen Standard für den Schutz dokumentenbezogener Daten setzen, der auch im kommenden Zeitalter der Quantencomputer Bestand haben soll.
Konkret soll das Verfahren gewährleisten, dass sich Dokumente wie Geburtsurkunden oder Staatsbürgerschaftsnachweise eindeutig ihren Besitzer:innen zuordnen lassen. Gleichzeitig soll eine manipulationssichere Langzeitarchivierung und Überprüfung der ID-Daten möglich werden. Das gilt angesichts der wachsenden Rechenleistung künftiger Quantencomputer als zentraler Sicherheitsvorteil.
Schutz für zentrale persönliche Dokumente
Offizielle Identitätsdokumente wie Reisepässe bauen häufig auf ursprünglichen, staatlich ausgestellten Papieren wie Staatsbürgerschaftsnachweisen oder Geburtsurkunden auf. Genau hier setzt der „Open Secure Document Biometric Barcode“ an. Er versieht die Informationen dieser Ursprungsdokumente mit einer Art digitalem Sicherheitssiegel. Ausgelesen und auf Echtheit überprüft werden kann dieses Siegel sowohl von Behörden als auch von Privatpersonen.
Durch den Einsatz spezieller Verschlüsselungs- und Hashing-Algorithmen sowie die Möglichkeit einer modularen Nachrüstung, auch Jahre nach der ursprünglichen Ausstellung eines Dokuments, soll der Schutz auch langfristig erhalten bleiben und künftigen Risiken durch Quantencomputer standhalten.
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Sicherheits-Know-how „Made in Austria“
„Mit dieser Patenterteilung unterstreicht die OeSD ihre Position als globaler Vorreiter im Hochsicherheitsbereich und setzt neue Maßstäbe für den Schutz sensibler Daten. Moderne Technologien ‚made in Austria‘ schützen nicht nur die sensiblen Personendaten von Bürger:innen, sie sorgen auch für technologische Unabhängigkeit und Souveränität in unsicheren Zeiten“, so OeSD-Generaldirektor Helmut Lackner.
Die Technologie ist laut Unternehmensangaben bereits in aktuellen Produktlinien der OeSD integriert. Perspektivisch soll sie sich auf eine Vielzahl weiterer Dokumente ausweiten lassen. Dadurch soll es möglich sein, sie langfristig besser zu schützen.
Seit über 200 Jahren produziert die OeSD Hochsicherheitsdokumente und zählt zu den zentralen Playern im europäischen Sicherheitsdruck. Neben Reisepässen und Personalausweisen für Österreich beliefert das Unternehmen auch internationale Kund:innen mit Sicherheitslösungen für Identitätsdokumente.

