ohrheld: Wiener Startup für maßgefertigte Schlaf-Ohrstöpsel mit 150.000 Euro gefördert
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Das Wiener Startup ohrheld wird von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) unterstützt. Im Rahmen eines Entwicklungsprojekts mit einem Volumen von rund 150.000 Euro arbeitet das Unternehmen an einem vollständig digitalen Bestellprozess für maßgefertigte Ohrstöpsel.
Ziel des Startups ist es, individuell angepasste Ohrstöpsel ohne Termin beim Hörakustiker zugänglich zu machen. Statt eines physischen Abdrucks vor Ort sollen Kundinnen und Kunden ihren Gehörgang künftig per Smartphone scannen können. Auf Basis dieses Scans werden die Ohrstöpsel anschließend per 3D-Druck gefertigt.
Das Produkt richtet sich zunächst an Menschen, die Ohrstöpsel zum Schlafen verwenden. Häufige Probleme wie Druckgefühl, herausfallende Stöpsel oder Unbehagen beim Seitenschlafen sollen durch die individuelle Passform behoben werden. Die Ohrstöpsel sind zudem wiederverwendbar.
Preis und Verfügbarkeit
ohrheld positioniert sein Produkt deutlich günstiger als herkömmliche Maßanfertigungen beim Hörakustiker, die laut den Gründern bei rund 150 Euro liegen. Der geplante Verkaufspreis beträgt 49,99 Euro. Produziert werden soll bewusst in Österreich, auf Basis eines skalierbaren 3D-Druck-Prozesses.
Was die FFG-Förderung ermöglichen soll
Mit der Förderung entwickelt ohrheld den technischen Kern des Produkts weiter. Im Mittelpunkt steht ein durchgängiger Prozess vom Smartphone-Scan bis zur fertigen Maßanfertigung. Mitgründer Markus Hirzberger beschreibt das Ziel so:
„Die Förderung ermöglicht uns, den Produktionsprozess rund um Handyscans so weiterzuentwickeln, dass maßangepasste Ohrstöpsel preislich auf das Niveau von wiederverwendbaren Standardstöpseln kommen können.“
Langfristig plant ohrheld, den entwickelten Prozess auch auf weitere Anwendungsbereiche auszuweiten, etwa Ohrstöpsel mit Filtern für Musik- und Eventanwendungen sowie Produkte für konzentriertes Arbeiten oder Reisen.
Hintergrund und bisherige Entwicklung
Die Idee entstand aus einer persönlichen Erfahrung von Mitgründer Léon Aricioglu, der den Prozess beim Hörakustiker als umständlich und intransparent erlebte. Die ersten Prototypen wurden mit einem gebrauchten 3D-Drucker entwickelt, den die Gründer über die Plattform Willhaben erworben hatten. Seitdem hat das Team rund 20 Iterationen getestet.
Ein erster Validierungsschritt erfolgte über LinkedIn: Innerhalb eines Monats meldeten sich rund 100 Personen, die bereit waren, für einen frühen Prototyp zu bezahlen. Drei Produktversionen wurden bereits an Pilotkunden ausgegeben, weitere Iterationen sind vor dem offiziellen Launch geplant.
Interessierte können sich bereits jetzt auf einer Warteliste für den Launch eintragen.

