Revolut führt mit „AIR“ seinen KI-Assistenten in der Banking-App ein
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Die Neobank Revolut führt ab sofort mit „AI by Revolut„, kurz AIR, seinen ersten großen KI-Assistenten für Privatkunden schrittweise in seinen Märkten ein, zuerst im Heimatmarkt Großbritannien. Der direkt in die App integrierte Chatbot soll Nutzern helfen, ihre Finanzen einfacher zu verwalten und alltägliche Aufgaben per Gespräch zu erledigen, ohne durch Menüs navigieren zu müssen.
Was ist AIR und wie funktioniert er?
AIR ist ein in die Revolut-App eingebetteter Finanzassistent, der auf Basis von Künstlicher Intelligenz arbeitet. Nutzer können den Assistenten aktivieren, indem sie auf dem Startbildschirm der App von der Mitte des Displays nach unten wischen. Alternativ ist AIR über den Pfad Profil → Chats → AIR erreichbar.
Der Assistent greift ausschließlich auf Daten zu, die Kunden ohnehin in ihrer App einsehen können, darunter Transaktionen, Investitionen und Karteninformationen. Revolut betont, dass keine persönlichen Daten von Drittanbietern gespeichert oder für das Training externer KI-Modelle verwendet werden. Welche KI-Anbieter konkret hinter AIR stehen, hat das Unternehmen bislang nicht offengelegt.
„Wir glauben, dass die Ära des Navigierens durch endlose Tabs und Menüs vorbei ist“, meint Julia Ponomareva, Leiterin für Kundenerfahrung und KI-Produkte bei Revolut
Was kann AIR?
Der Assistent deckt eine Reihe von Funktionen rund um das tägliche Finanzmanagement ab. Im Überblick:
- Ausgabenanalyse: Einblicke in das persönliche Ausgabeverhalten und Budgetübersichten
- Investitions-Tracking: Aktueller Stand von Wertpapieren und Anlageportfolios
- Abonnementverwaltung: Überblick über laufende Abonnements und deren Kündigung
- Kartenverwaltung: Sperren verlorener Karten direkt im Chat
- Reiseassistenz: Hilfe bei der Reisebudgetplanung sowie Kauf von Revolut-eSIMs innerhalb der App
Verfügbarkeit: Wann und wo?
AIR wurde zunächst für britische Kunden ausgerollt. Revolut hat angekündigt, den Assistenten schrittweise in weiteren Ländern einzuführen, ohne bislang konkrete Termine oder eine vollständige Liste der nächsten Märkte zu nennen. Der Start in weiteren Regionen soll „bald“ erfolgen.
Die Ankündigung eines KI-Assistenten geht auf das Revolut-Event „Revolutionaries“ im November 2024 zurück, bei dem die Mitgründer Nik Storonsky und Vlad Yatsenko die Vision vorstellten. Im Juni 2025 hatte UK-Chefin Francesca Carlesi den baldigen Launch in Aussicht gestellt.
Einordnung: Revolut im KI-Wettbewerb
Mit AIR tritt Revolut in einen wachsenden Wettbewerb im Bereich KI-gestützter Finanzassistenten ein. Das britische Neobank-Konkurrenzunternehmen Starling Bank hatte bereits einen Monat zuvor einen ähnlichen Assistenten auf Basis von Google Gemini gestartet. Auch traditionelle Großbanken wie Barclays, Natwest, HSBC und Lloyds investieren verstärkt in KI-Partnerschaften und interne Schulungen.
Revolut hat intern eine eigene KI-Einheit aufgebaut, die unter anderem an KI-gestützten Sprachprodukten, persönlichen Assistenten und Vertriebsagenten arbeitet. AIR ist damit erst der Anfang einer breiteren KI-Strategie des Unternehmens, das aktuell mit rund 75 Milliarden US-Dollar bewertet wird.

