Kreditkarte

Visa vermerkt mehr als eine Milliarde Euro an Krypto-Zahlungen

Visa © Clay Banks on Unsplash
Visa © Clay Banks on Unsplash

Seit März erlaubt der Bezahldienst-Riese Visa seinen Kunden Zahlungen mit Kryptowährungen durch seine Kreditkarte (Trending Topics berichtete). Jetzt hat das Unternehmen laut Decrypt bekannt gegeben, dass die Konsumenten in der ersten Jahreshälfte auf diese Weise bereits über eine Milliarde Dollar an digitalen Assets ausgegeben haben. Visa hat Kooperationen mit mehr als 50 Krypto-Firmen gestartet, darunter FTX und Coinbase. Kunden sei es dadurch möglich, bei etwa 70 Millionen Händlern weltweit mit digitalen Coins zu zahlen.

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„Händler müssen nichts ändern“

„Die Händler müssen dabei nichts ändern. Es wird genauso wie jede andere Visa-Transaktion sein. Aber im Backend verwandeln sich die digitalen Assets sofort in Fiat-Währungen“, zitiert der Business Insider Cuy Sheffield, den Leiter der Kryptowährungs-Abteilung bei Visa. Ihm zufolge gibt es immer mehr Konsumenten, die sich für Bitcoin und Co interessieren. Allerdings sei die Technologie für viele Händler zu kompliziert. Deswegen wolle das Unternehmen sie zugänglicher und im Handel deutlich präsenter machen.

Für das neue Feature nutzt das Kreditkartenunternehmen die Bezahlungsplattform crypto.com und kooperiert mit der digitalen Bank Anchorage. Neben den Zahlungen per Kryptowährung bietet der Konzern auch Belohnungen in Form der Coins bei Zahlungen mit Fiat-Währungen an. Das soll ähnlich wie bei Flugmeilen oder bei Punkten für Hotelaufenthalte funktionieren und als Anreiz für mehr Nutzung der Karte dienen.

Visa sammelt keine Kryptowährungen

Anders als Unternehmen wie Tesla oder Microstrategy will Visa jedoch nicht selbst Kryptowährungen kaufen und halten. Der Konzern halte nur Währungen, in denen er selbst Bezahlungen abwickelt oder empfängt. Deswegen wolle sich das Unternehmen bei den eigenen Geldbeständen noch auf Fiat-Währungen wie Dollar oder Euro konzentrieren. Es handelt sich bei Visa nicht um den einzigen Kreditkartenkonzern, der auf Krypto-Zahlungen setzt. Neben PayPal hat unter anderem auch Mastercard in diesem Jahr diese Möglichkeit gestartet (Trending Topics berichtete).

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