Wiener MedTech-Startup Syntropic Medical gewinnt Ticket zum SelectUSA Investment Summit
Syntropic Medical repräsentiert Österreich beim SelectUSA Investment Summit. Das Wiener Health-Tech-Startup entwickelt ein medizinisches Gerät zur Depressionsbehandlung und überzeugte beim Vorentscheid, den Science Park Graz und die US-Botschaft ausgerichtet haben. Auf Platz zwei landete das MedUni Wien-Spin-off Svan Technologies aus Graz, das eine Lösung für Gefäßzugangstechnik bei Früh- und Neugeborenen entwickelt. Dritter wurde Tagbase aus Schwechat mit einer Technologie zur digitalen Produktverifizierung.
SelectUSA Investment Summit bietet große Bühne
Der SelectUSA Investment Summit bringt jährlich rund 3.000 Teilnehmer:innen aus Wirtschaft und Politik zusammen. CEOs, Politiker:innen, Wirtschaftsentwicklungsagenturen und Venture Capital-Geber:innen treffen hier aufeinander.
Martin Mössler, Geschäftsführer des Science Park Graz, erklärt die Bedeutung: „Für Syntropic Medical ist das eine konkrete Chance, strategische Partner zu finden, Kapital zu erschließen und den Markteintritt strukturiert vorzubereiten. Unser Ziel ist es, innovative Unternehmen aus Österreich beim nächsten Schritt zu begleiten – und ihnen Zugang zu einem der dynamischsten Innovationsökosysteme der Welt zu verschaffen.“
Ken Welsh, Handelsattaché der US-Botschaft in Wien, betont den strategischen Wert: „Der SelectUSA Investment Summit ist die offizielle Investitionsplattform der US-Regierung. Die USA verfügen über eines der größten Startup-Ökosysteme weltweit und über deutlich mehr privates Risikokapital. Wer diesen Markt erschließen will, muss vor Ort präsent sein – der Summit ist dafür ein geeigneter erster Schritt.“
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Syntropic Medical will Bekanntheit in USA ausbauen
Syntropic hat bereits erste Pilotprojekte in den USA am Laufen. Nach klinischen Studien in Brasilien entwickelte das Unternehmen einen zweiten Prototypen. Dieser soll für eine laufende Studie am NYU Langone Health in New York dienen. Das weiterentwickelte System ist erstmals für die Anwendung zu Hause konzipiert.
Mitgründerin Francesca Giovanetti erklärt: „Unser Anspruch ist es nicht nur, Wirksamkeit nachzuweisen, sondern die Therapie nachhaltig in bestehende Versorgungsstrukturen zu integrieren. Dafür braucht es Partnerschaften, Netzwerk und Marktkompetenz. Dieser Sieg ist für uns ein wichtiger Hebel, unsere Bekanntheit am US-Markt massiv auszubauen.“
Aktuell bereitet Syntropic die US-Zulassung für den finalen Prototypen vor. Parallel läuft eine Finanzierungsrunde, um multizentrische Studien zu ermöglichen und belastbare Wirksamkeitsdaten zu generieren. Die Technologie basiert auf gezielter elektrischer Stimulation bestimmter Hirnareale, die mit depressiven Störungen in Zusammenhang stehen. Durch präzise Impulse will man neuronale Netzwerke, die bei Depression aus dem Gleichgewicht geraten sind, modulieren und stabilisieren.

