Finanzierungsrunde

Xoople: Spanisches SpaceTech sammelt 130 Millionen Dollar für Satelliten-Konstellation

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Das spanische Space-Data-Startup Xoople hat eine Series B-Finanzierung über 130 Millionen Dollar abgeschlossen, berichtet TechCrunch. Das 2019 gegründete Jungunternehmen entwickelt eine Satelliten-Konstellation, die präzise Erdbeobachtungsdaten für Deep-Learning-Modelle liefern soll. Die Finanzierungsrunde wird von Nazca Capital angeführt, weitere Investoren sind MCH Private Equity, CDTI (ein vom spanischen Staat unterstützter Technologiefonds), Buenavista Equity Partners und Endeavor Catalyst. CEO und Co-Founder Fabrizio Pirondini bestätigt gegenüber TechCrunch, dass das Jungunternehmen sich „im Unicorn-Bereich“ befindet. Die Gesamtfinanzierung des Scale-ups beläuft sich auf 225 Millionen Dollar.

Xoople betreibt Tech-Stack rund um Regierungs-Satellitendaten

Xoople positioniert sich als Ground-Truth-Quelle für Enterprise-Anwendungen und nutzt dabei AI als Hebel. Während Erdbeobachtungsunternehmen jahrelang argumentiert haben, dass der Privatsektor ihre Produkte benötigt, kam die echte Nachfrage bislang vor allem von staatlichen Käufern. Die vergangenen sieben Jahre hat Xoople damit verbracht, seinen Tech-Stack rund um Daten von Regierungs-Satelliten zu entwickeln und sich in Cloud-Plattformen zu integrieren. Jetzt will das Scale-up mit eigenen Sensoren den nächsten Schritt gehen.

Einen Deal hat das Scale-up mit dem US-amerikanischen Raumfahrt- und Verteidigungskonzern L3Harris Technologies erreicht. Dieser sieht vor, dass L3Harris optische Sensoren für die Satelliten der Jungfirma bauen wird. Pirondini verspricht einen Datenstrom, der „zwei Größenordnungen“ besser sein wird als bestehende Überwachungssysteme. L3Harris hat einige der fortschrittlichsten kommerziellen Bildgebungssysteme im Orbit gebaut. Details zu den Satelliten – auch zur geplanten Anzahl – will Pirondini nicht preisgeben. Klar ist: Die Systeme sind teuer, und das Scale-up sammelt weiterhin Kapital für die vollständige Entwicklung.

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Integration in Enterprise-Plattformen

Xoople betritt einen umkämpften Markt mit etablierten Konkurrenten wie Vantor, Planet, BlackSky und Airbus in Europa, die bereits Satelliten im Orbit betreiben und AI-fokussierte Datensätze entwickeln. Dabei will die spanische Jungfirma hervorstechen, indem sie auf die Integration in Enterprise-Plattformen setzt. „Unser Geschäftsmodell dreht sich darum, unsere Daten und unsere Lösungen direkt in das Ökosystem einzubetten, damit sie diese Dienste direkt ihren Kunden zur Verfügung stellen können“, erklärt Pirondini. Die Use Cases reichen von Regierungsbehörden, die Transportnetzwerke und Schäden durch Naturkatastrophen tracken, über Agribusiness, das die Gesundheit von Nutzpflanzen überwacht, bis hin zu Großunternehmen, die Infrastrukturprojekte oder Lieferketten im Auge behalten.

Derzeit nutzt Xoople öffentlich verfügbare Daten wie jene des europäischen Sentinel-2-Satelliten. Pirondini plant langfristig den Aufbau eines „Earth’s System of Record“. Dabei handelt es sich um ein Projekt, das letztlich die Entwicklung eines echten AI-Weltmodells gemeinsam mit Partnern umfassen soll.

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