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You’ll Never Walk Alone – Wie Gründer:innen Netzwerke nutzen und wachsen

Ernst Novak und Lorenz Maschke, © Trending Topics
Ernst Novak und Lorenz Maschke, © Trending Topics

Wer ein Unternehmen gründet, steht am Anfang oft allein. Doch das muss nicht so bleiben – und sollte es auch nicht. Lorenz Maschke, Startup-Beauftragter der Wirtschaftskammer Salzburg und Ernst Novak von Innovation Salzburg erklären, welche Netzwerke tragen, wie man Innovationen schützt, ohne sich zu verschließen, und warum Sport-Tech-Startups gerade jetzt besonders gute Karten halten.

Von Anfang an vernetzt – die ersten Anlaufstellen

„Vernetzung ist von Anfang an entscheidend“, sagt Lorenz Maschke. Noch vor der eigentlichen Gründung öffnet das Gründerservice der Wirtschaftskammern Türen: Veranstaltungen, gebündeltes Know-how und Kontakte zu Gleichgesinnten stehen bereit. Wer früh einsteigt, findet bei der Jungen Wirtschaft eine Plattform, auf der Austausch im Mittelpunkt steht. Für technologie- und wachstumsorientierte Startups empfiehlt Maschke Inkubatoren und Startup-Ökosysteme – sie existieren in allen Bundesländern und bündeln Coaching, Infrastruktur und Zugang zu Investor:innen unter einem Dach.

Überzeugend auftreten – der Elevator Pitch als Schlüssel

Netzwerken allein genügt nicht – entscheidend ist, wie man sich präsentiert. „Ein klarer Elevator Pitch ist Pflicht: Vision, Nutzen und Geschäftsmodell auf den Punkt – in ein bis zwei Minuten“, betont Maschke. Regelmäßiges Üben schärft die Botschaft, verständliche Sprache hält das Gegenüber bei der Sache. Am Ende jedes Gesprächs steht laut Maschke ein konkreter Call to Action: Soll die andere Person Feedback geben, einen Kontakt herstellen, investieren oder einfach in Kontakt bleiben?

Offen reden, klug schützen – Innovationen im Netzwerk

Viele Gründer:innen fürchten, zu früh zu viel preiszugeben. Maschke rät trotzdem zur Offenheit: „Offenheit zahlt sich meist aus: Frühes Feedback ist essenziell, um Marktchancen realistisch einzuschätzen.“ Wer an einer technischen Lösung oder Erfindung arbeitet, sollte vorab die Schutzfähigkeit prüfen. Dafür bieten die Wirtschaftskammer und regionale Innovationsagenturen Patent- und Markensprechtage an – niederschwellig und praxisnah.

Wachstum und Auslandsmärkte: Wenn der Start gelingt

Läuft das Geschäft, braucht es die passende Finanzierung. Neben Bankkrediten rücken laut Maschke vor allem Investor:innen, Venture Capital und Förderprogramme in den Fokus – begleitet durch Inkubatoren und Acceleratoren. Den Schritt ins Ausland erleichtern die Außenwirtschafts-Services der Wirtschaftskammer. Über das Programm go-international erhalten Unternehmen gezielte Unterstützung und Förderungen für den Exportstart.

Sport-Tech: ein Ökosystem voller Chancen

Ernst Novak von Innovation Salzburg beschäftigt sich intensiv mit Sport-Tech-Startups – und zeigt sich optimistisch: „Die Chancen für Startups im SportsTech-Bereich sind aus meiner Sicht sehr gut.“ Die Nachfrage nach datengetriebenen Lösungen wächst rasant, künstliche Intelligenz beschleunigt den Wandel zusätzlich. Sportvereine, Verbände, Athlet:innen und Fitnessanbieter greifen zunehmend auf digitale Tools zurück – Tracking, Sensorik, KI-basierte Analysen. Novak hebt hervor, was den Sport von anderen Branchen unterscheidet: „Die Kombination aus Emotion und Technologie wird im Sport anders wahrgenommen.“ Produkte, die Leistung steigern oder Fans begeistern, verbreiten sich schneller, sobald ihr Nutzen klar ist. Dazu verbindet Sport Gesundheit, Lifestyle, Unterhaltung und Community – ein Ökosystem, das Novak als „innovationsfreudig, sichtbar und hoch skalierbar“ beschreibt.

Koopetition statt Konkurrenz – wie Sport-Tech-Startups zusammenarbeiten

Sensible Technologien wie Performance-Tracking oder Datenanalyse wecken Bedenken, zu viel zu verraten. Novak empfiehlt einen anderen Blickwinkel: „Im Netzwerk geht es nicht darum, technische Geheimnisse zu offenbaren, sondern darum, über übergeordnete Themen zu sprechen: Wie komme ich an Pilotpartner? Welche Zertifizierungen brauche ich? Wie gehe ich mit Datenschutz im Sport um?“ So entsteht echter Mehrwert, ohne dass jemand seine Kerntechnologie offenlegt. Novak plädiert außerdem für den Fokus auf Koopetition statt Konkurrenz: Viele Sport-Tech-Startups adressieren unterschiedliche Teilbereiche – Hardware versus Software, Analyse versus Performance, Profi- versus Breitensport. „Damit entstehen natürliche Ergänzungen, keine Kannibalisierung“, so Novak. Neutrale Netzwerkpartner, die Startups bedarfsgerecht zusammenbringen, spielen dabei eine zentrale Rolle.

International vernetzt – Innovation Salzburg und EDIH Crowd in Motion

Innovation Salzburg engagiert sich seit drei Jahren im EU-Projekt EDIH Crowd in Motion und unterstützt dort die digitale Transformation in der Tourismus- und Sportindustrie. Das Angebot reicht von individuellen Beratungen für Sport-Startups, Vereine, Verbände und KMUs bis hin zu themenspezifischen Veranstaltungen: SportsTech Talks, Sports Innovation Dialogues, Sports Athletes Entrepreneurship Days und SportsTech Hackathons. Diese Events nutzt Innovation Salzburg gezielt, um internationale Expert:innen nach Österreich zu holen und globale Verbindungen zu knüpfen. Im Dezember 2025 reiste das Team gemeinsam mit drei österreichischen Sport-Startups zur ISPO in München, der größten Sportartikelmesse der Welt – unterstützt von der Außenwirtschaft Austria. Novak nennt als weitere Kooperationspartner die VSSÖ, die KADA und Leistungssport Austria. Sein Credo: „Wir glauben daran, dass ‚collaboration key to success‘ ist. Darum versuchen wir laufend Win-Win-Win-Situationen zu generieren, wo ein Mehrwert für alle Beteiligten entsteht.“

Österreich im Bereich SportsTech und Sports Innovation auf der europäischen Landkarte zu platzieren – das bleibt eine Aufgabe, die Ausdauer verlangt. Novak fasst es so zusammen: „Es ist noch viel zu tun, aber wir sind auf einem guten Weg und wir sind nicht allein!“ Genau das ist die Botschaft, die Gründer:innen in jeder Branche mitnehmen können: Wer früh vernetzt, offen kommuniziert und klug kooperiert, muss den Weg nach oben nicht alleine gehen.

Wer im Bereich Sports Innovation – sei es Beratung, Netzwerkaufbau oder Ähnliches – kostenlose Unterstützung sucht, kann sich gerne bei Ernst Novak direkt melden, am besten via LinkedIn.

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