E-Mobility

AVL investiert in Graz 14 Millionen Euro in neues Lab für Elektroauto-Akkus

Das Band wurde durchschnitten. © AVL
Das Band wurde durchschnitten. © AVL

Europa ist beim Batterietechnologie für Elektroautos wie berichtet ordentlich in Rückstand geraten und hat sich in eine große Abhängigkeit von asiatischen Herstellern begeben. Nun will der österreichische, Autozulieferer AVL (9.500 Mitarbeiter, 2017 mit 1,55 Milliarden Euro Umsatz) eine größere Rolle bei der Akkutechnologie spielen. In Graz wurde dazu heute auf 700 Quadratmeter das neue Battery Lab eröffnet, das sich nun zu den modernsten Batterie-Prüflaboren Europas zählt. AVL hat dazu rund 14 Millionen Euro investiert.

Elektrifizierung des Antriebsstrangs

„Die Eröffnung des AVL Battery Labs ist ein Meilenstein in der weiteren Elektrifizierung des Antriebsstrangs bei AVL. Nun sind wir in der Lage, die ständig steigenden Anforderungen der Kunden mit hochpräzisen Messwerten in verkürzter Testzeit zu erfüllen“, so AVL-CEO Helmut List in einer Aussendung.

In dem neuen Lab werden von AVL, das Antriebssysteme für viele Autohersteller entwickelt und prüft, elektrische und thermische Batterie-Tests (bis zu derzeit 750kw bzw. 1200V) durchgeführt. Das ist wichtig, um deren volle Funktionsfähigkeit zu testen, bevor sie in Elektroautos eingebaut werden. Getestet werden dabei etwa Einflüsse von Luftfeuchtigkeit, Hitze, Kälte oder schnellen Temperaturwechsel (-40°C bis +80°C). In dem Lab können auch große Batterien für Busse oder LKW geprüft werden.

„Stärkt europäischen Wettbewerb“

Weil die Akkus bei Elektroautos meistens in den Boden des Fahrzeugs eingebaut werden, will AVL außerdem noch enger als bisher bei der Gestaltung der Karosserie mit den Autoherstellern zusammenarbeiten. „AVL List stärkt den europäischen Wettbewerb mit diesem Projekt, auch da es für Forschungen bei der Elektrifizierung von Schwerfahrzeugen ausgelegt ist“, lobt die EU-Kommission die österreichische Firma.

AVL prüft aber nicht nur Batterien, sondern entwickelt sie auch selbst. So arbeitet das Unternehmen etwa an Akku-Modulen, die auf Lithium-Solid- State-Zellen statt auf konventionellen Lithium-Ionen-Zellen basieren.

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