CASSINI Hackathon: Österreichisches Startup BasinPulse holt europaweit den dritten Platz
Beim 11. CASSINI Hackathon der Europäischen Kommission und der EU-Weltraumagentur EUSPA hat ein österreichisches Team den dritten Platz im europaweiten Finale erreicht. Das Projekt BasinPulse setzte sich gegen insgesamt 175 eingereichte Projekte durch und sicherte sich damit ein Preisgeld von 1.000 Euro sowie einen Platz im sechsmonatigen CASSINI Mentoring Programme.
BasinPulse richtet sich an Unternehmen, die überprüfen wollen, ob ihre Maßnahmen zum Gewässerschutz tatsächlich Wirkung zeigen. Kernstück ist der sogenannte Basin Health Score – ein aus Satellitendaten errechneter Indikator, der als unabhängiger, objektiver Nachweis für den Zustand von Wassereinzugsgebieten dienen soll.
„Space for Water“: Rekordbeteiligung an zehn Standorten
Unter dem Motto „Space for Water“ arbeiteten Hunderte Teilnehmer:innen ein Wochenende lang an zehn europäischen Standorten – neben Österreich unter anderem in Polen, Spanien, Italien, den Niederlanden und Norwegen – an Lösungen für Wassermanagement und Gewässerschutz. Grundlage waren Daten der EU-Weltraumprogramme Copernicus (Erdbeobachtung), Galileo (Satellitennavigation) und EGNOS (Navigations-Overlay).
Mit knapp 1.500 Registrierungen verzeichnete der Hackathon die höchste Beteiligung seiner Geschichte. Hunderte Mentor:innen begleiteten die Teams durch den Wettbewerb.
Die Aufgabenstellungen gliederten sich in drei Tracks:
- Gerechter und effizienter Zugang zu Wasser: Tools zur Überwachung der Wasserverfügbarkeit und für eine faire Verteilung angesichts zunehmender Knappheit
- Erkennung und Prävention von Verschmutzung: Satellitenbilder zur Detektion chemischer, plastik- oder biologischer Kontamination in Flüssen, Seen und Küstengewässern
- Katastrophen-Monitoring: Frühwarnsysteme für Extremereignisse wie Sturzfluten und Blitzdürren
An jedem der zehn Standorte kürte ein lokales Komitee zunächst die lokalen Sieger, die anschließend um den europäischen Preispool von insgesamt 9.000 Euro pitchten. Das österreichische Projekt BasinPulse landete dabei auf dem dritten Platz.
Polen und Spanien auf den ersten beiden Plätzen
Den Gesamtsieg holte das polnische Projekt Viadrus AI, das Sentinel-Satellitenbilder nutzt, um Leckagen in Wassernetzen zu erkennen, bevor sie zu einer Krise werden. Entwickelt wurde das Tool in Zusammenarbeit mit Expert:innen des städtischen Wasserversorgers von Wrocław (Breslau).
Platz zwei ging an Blue Pixel aus Spanien. Das Team entwickelte auf Basis von Sentinel-2-Daten eine Lösung, die Wasserqualitätsindikatoren wie Trübung und Chlorophyllwerte erfasst und so die frühzeitige Erkennung schädlicher Algenblüten ermöglicht.
Alle drei Siegerteams entwickeln ihre Lösungen nun im Rahmen des CASSINI Mentoring Programme weiter, das sie mit Expertenbegleitung Richtung Marktreife bringen soll. Der CASSINI Hackathon versteht sich als Einstiegspunkt in das europäische Space-Entrepreneurship-Ökosystem.

