FFG muss immer mehr Förderanträge wegen fehlender Budgetmittel ablehnen
Es gehört natürlich zu den weniger schönen Momenten im Leben, wenn man eine Absage erhält – und dazu zählen auch Absagen seitens Förderstellen, bei denen sich auch österreichische Startups und unternehmen bewerben. In den letzten Tagen hat sich dazu eine Gruppe von (Startup-)Unternehmern gemeldet, die gehäufte Absagen seitens der FFG – neben der aws die wichtigste Förderstelle des Landes – verortet haben wollen.
So bekamen diese Gruppe von Firmen auf Förderanträge öfters die Antwort, dass sie bereits „umfangreiche Förderung durch die FFG erhalten“ hätten und der „Fokus nunmehr auf der Verwertung der geförderten Projektergebnisse liegen“ solle. Der Verdacht der Unternehmer: Die FFG habe möglicherweise nicht mehr viel Fördergelder in den Töpfen.
Bei der FFG winkt man diesbezüglich ab. Das laufende Jahr 2026 sei „noch vollständig durch den geltenden FTI-Pakt 2024–2026 abgedeckt“. Es gebe also auch keinen Zusammenhang zu dem erst diese Woche verspätet beschlossenen FTI-Pakt für die nächste Periode, der 5,5 Milliarden Euro für Forschung und Innovation von 2027 bis 2029 bringen wird (mehr dazu hier).
Hohe Ablehnungsrate wegen fehlender Budgetmittel
Vielmehr ist es laut FFG folgendermaßen: In den letzten Jahren kommt es zu einer steigenden Nachfrage seitens Fördersteller, die auf ein bestehendes, gleich bleibendes Angebot trifft. So heißt es seitens eines Sprechers:
„Die Nachfrage nach FFG-Förderungen ist weiterhin sehr hoch. Es gibt deutlich mehr qualitativ hochwertige Projektanträge, als wir mit den verfügbaren Mitteln unterstützen können. Bereits 2024 mussten rund 26 % der eingereichten Projekte nicht aus Qualitätsgründen, sondern ausschließlich aufgrund fehlender Budgetmittel abgelehnt werden. Das entspricht rund 350 Mio. Euro bzw. etwa 600 Projekten. Vor diesem Hintergrund kann es subjektiv zu einer Wahrnehmung gehäufter Absagen kommen – strukturell ist das jedoch Ausdruck des hohen Innovationsniveaus und der starken Einreich-Dynamik.“
