Ground A entwickelt mobile Laserwaffe gegen Drohnen – Serienproduktion ab 2026
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Das deutsche DefenseTech-Startup Ground A hat laut heise eine mobile Laserwaffe entwickelt, die Drohnen über kritischer Infrastruktur abschießen kann. Die Serienproduktion des Abwehrsystems GA 1000 startet ab dem kommenden Jahr, wie Firmengründer Tobias Brune bei einer Demonstration in Berlin ankündigte. Auf einem Testgelände entflammten die Drohnen im Brennpunkt des Lasers, blitzten kurz auf und stürzten mit einem Rauchschweif zu Boden.
System kann Bienenschwarm auf zwei Kilometer erfassen
Die Entwicklung reagiert auf illegale Drohnenflüge über Energieanlagen, Fabriken und Militärgeländen, gegen die Sicherheitsbehörden bisher kaum Mittel hatten. Schusswaffen oder Abfangdrohnen kommen über dicht besiedeltem Gebiet aus Sicherheitsgründen nicht infrage.
Das System verfügt über vier optische Sensoren, die einen Bienenschwarm auf zwei Kilometer Entfernung erfassen und noch einzelne Bienen erkennen können. „Das Kernstück unserer Lösung liegt in der automatischen Zielnachverfolgung“, erklärt Brune. Besonders bei FPV-Drohnen, die ein Pilot mit Videobrille in Echtzeit steuert, stellt die optische Erfassung beweglicher Ziele eine technische Herausforderung dar.
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Ground A zerstört Drohnen in drei Sekunden
Die Anlage selbst passt auf eine Europalette. Vier Menschen können sie tragen. „In der Praxis benötigen wir pro Drohne etwa eine Sekunde Lasereinwirkzeit“, sagt Brune. Insgesamt dauert der Prozess etwa drei Sekunden: Drohne identifizieren, System einloggen, Abschuss starten. Die finale Entscheidung soll beim Menschen bleiben.
Bei dem System misst man die Wirksamkeit in Energie pro Fläche. Es soll sich auf die Fläche einer Euromünze fokussieren können. „Deshalb genügt uns eine Laserleistung im einstelligen Kilowattbereich“, so Brune. Die Batterie ermöglicht eine Stunde Laserbetriebszeit. Ground A sieht Bedarf über das Militär hinaus bei sämtlichen Betreibern kritischer Infrastrukturen. Ein System wird eine niedrige einstellige Millionensumme in Euro kosten.
„Derzeit darf ein Laser im deutschen Luftraum – beispielsweise über dem Flughafen Frankfurt – nicht ohne Weiteres eingesetzt werden“, erklärt Brune. Systeme zur Drohnenerkennung und -nachverfolgung kann das Startup bereits anbieten. „Sollten im Inland entsprechende gesetzliche Anpassungen erfolgen, wie dies in Frankreich bereits geschehen ist, können wir unsere Laser nachrüsten, sodass Drohnen anschließend auch tatsächlich abgewehrt werden können“, sagt der Geschäftsführer.

