Investment

Northvolt: 600 Millionen Dollar fürs Batterie-Wettrüsten mit Tesla

Northvolt Ett Fabrik in Schweden. © Northvolt
Northvolt Ett Fabrik in Schweden. © Northvolt

Batterien sind von strategischer Bedeutung für die Zukunft der Automobilbranche, und das hat nicht nur Elon Musk erkannt. Diesseits des Atlantiks schwingt sich mit Northvolt ein schwedisches Startup dazu auf, der wichtigste europäische Hersteller von Batterien für Elektroautos zu werden. Das haben nun auch große institutionelle Investoren für sich erkannt, die nun nochmals viel Geld in das von ehemaligen Tesla-Managern gegründete Startup stecken.

Die Investoren Baillie Gifford, Baron Capital Group, Bridford Investments Limited, Norrsken VC und PCS Holding sowie die Unternehmer Daniel Ek (ja, der Spotify-Gründer, der kürzlich DeepTech-Investments ankündigte, Trending Topics berichtete) und Cristina Stenbeck (Kinnevik) pumpen gemeinsam 600 Millionen Dollar in Northvolt. Auch die bestehenden Investoren Goldman Sachs, IMAS Foundation, Scania und Volkswagen AG sind bei der Runde dabei.

Peter Carlsson, CEO und Mitgründer von Northvolt. © Northvolt
Peter Carlsson, CEO und Mitgründer von Northvolt. © Northvolt

Ein Zwerg neben Tesla

Ähnlich wie Tesla und essen Partner will auch Northvolt Gigafactories aufbauen und die Produktion von Batteriezellen mit Hilfe von erneuerbaren Energiequellen auch möglichst grün gestalten. „Wir befinden uns mitten in einem Wettlauf um den Aufbau von Produktionskapazitäten in Europa, und ich glaube, dass die Unternehmen, die am besten Talente und Kapital anziehen und gleichzeitig ihre Pläne am schnellsten skalieren können, am erfolgreichsten sein werden. Mit diesen Partnern von Weltrang hinter uns haben wir eine solide Grundlage geschaffen, um unsere Pläne zur Ermöglichung einer groß angelegten Herstellung grüner Batterien in Europa fortzusetzen und umzusetzen“, so Northvolt-CEO Peter Carlsson.

Zu den Partnern von Northvolt gehören ABB, BMW, Scania, Siemens, Vattenfall, Vestas und Volkswagen – vor allem letzterer Konzern wird der große Abnehmer der Batterien sein, die die Schweden produzieren wollen. Geplant ist, bis 2030 Produktionskapazitäten von 150 GWh und einen Marktanteil von 25 Prozent in Europa zu erreichen. Zum Vergleich: Tesla will 2030 in der Lage sein, 3 Terrawattstunden Batterien pro Jahr zu erzeugen – das ist das 20-Fache an geplantem Output (mehr dazu hier).

Noch ist der Output von Northvolt bescheiden. Die Giga-Fabrik Northvolt Ett in Skellefteå, Schweden, mit einer potenziellen Jahresproduktion von 40 GWh befindet sich im Bau und soll 2021 in Betrieb genommen werden. Parallel dazu läuft das Genehmigungsverfahren für Northvolt Zwei in Salzgitter, Deutschland, das im Jahr 2024 mit einer Anfangsproduktion von 16 GWh in Betrieb gehen soll.

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