Quartalszahlen

Nvidia erreicht Rekordumsatz – Anleger bleiben skeptisch

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Der KI-Boom treibt den Chip-Giganten Nvidia weiter an. Im vergangenen Quartal kletterte der Umsatz des US-Unternehmens laut Handelsblatt im Jahresvergleich um 73 Prozent auf 68,1 Milliarden Dollar. Selbst gegenüber dem Vorquartal legte Nvidia um 20 Prozent zu und übertraf damit die Erwartungen der Wall Street. Der Quartalsgewinn sprang um 94 Prozent auf knapp 43 Milliarden Dollar. Doch die Rekordjagd lässt Investoren kalt. Die Aktie drehte im nachbörslichen Handel ins Minus, bevor sie sich auf unverändertem Niveau stabilisierte.

Nvidia investiert in „Kreislauf-Deals“

Für das laufende Vierteljahr stellt Nvidia Erlöse von 78 Milliarden Dollar in Aussicht, deutlich über den Analystenschätzungen von rund 73 Milliarden Dollar. Die Chipsysteme des Konzerns sind zur Schlüsseltechnologie für KI-Entwicklung geworden. Tech-Riesen wie Google und Meta sowie OpenAI pumpen derzeit hunderte Milliarden Dollar in KI-Infrastruktur. Nvidia kassiert schon heute, unabhängig davon, ob sich diese Investitionen jemals amortisieren.

CEO Jensen Huang bekräftigte in der Analystenkonferenz, die Computerwelt habe sich durch AI fundamental verändert. Die Nachfrage nach Rechenleistung werde nur steigen. „Computer-Kapazitäten führten zu Wachstum und dies wiederum bringe Umsätze“, argumentierte Huang. Finanzchefin Colette Kress räumte ein, dass Nvidia weiterhin Probleme habe, genug Chipsysteme produzieren zu lassen. Einen Teil der hohen Gewinne investiert in „Kreislauf-Deals“, bei denen der Konzern KI-Entwickler fördert, die dann wiederum Nvidia-Chips kaufen.

Meta soll Nvidia KI-Chips um 50 Miliarden Dollar abkaufen wollen – Bericht

Sorgen vor einer AI-Blase bleiben

An den Börsen wächst die Sorge vor einer KI-Blase. Während Nvidia von der Ausgabefreudigkeit der Tech-Industrie profitiert, haben Beobachter:innen Zweifel, ob die gewaltigen Investitionen in KI-Rechenzentren zurückverdient werden können. Die Nvidia-Ergebnisse gelten als Gradmesser für den Zustand der gesamten KI-Industrie. Die aktuellen Zahlen zeigen eine ungebrochene Dynamik. Doch die verhaltene Reaktion der Anleger signalisiert Unsicherheit über die Nachhaltigkeit des Booms.

Nach wie vor offen ist Nvidias Zukunft in China. Die US-Regierung erlaubt zwar wieder den Verkauf abgespeckter H200-Chipsysteme gegen eine saftige Gebühr von 25 Prozent. Unklar bleibt jedoch, ob Peking seinen Unternehmen den Kauf dieser Chips gestattet. Der Chip-Konzern berücksichtigt deshalb kein potenzielles China-Geschäft in seinen Prognosen.

Zusätzlich bremst die Speicher-Knappheit das Gaming-Geschäft: Der rapide Ausbau der Rechenzentren sorgt für akute Engpässe bei Speicherchips. Die Gaming-Sparte verfehlte mit 3,73 Milliarden Dollar die Erwartungen von rund vier Milliarden Dollar. Hierbei handelt es sich eigentlich um das Segment, mit dem Nvidia einst groß wurde.

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